Sorgen in St. Petrus Canisius

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Der unterhalb des Kirchraums liegende Pfarrsaal von St. Petrus Canisius ist derzeit gesperrt. Platten der darüberliegenden Wandverkleidung des Gebäudes können herunterfallen. Der Raum selbst braucht eine komplette Sanierung: Fenster, Decken, Böden und Türen müssten erneuert werden.

Werdohl - Kirchenvorstand und Verwaltungsleitung der Katholischen Kirchengemeinde Werdohl plagen große finanzielle Sorgen: Am und im Gebäude von St. Petrus Canisius in Eveking sind hohe Investitionen nötig. Derzeit ermittelt ein Gutachter die baulichen Möglichkeiten.

Nach ersten Schätzungen geht es um viel mehr als die 100.000 Euro, von denen beim Neujahrsempfang die Rede war. Verwaltungsleiterin Klaudia Grobel sagte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass ganz akut das Dach betroffen sei. Das Kirchendach müsse auf jeden Fall saniert werden, sonst würde es weitere Schäden geben. Nach ersten Schätzungen könnte eine Reparatur allein des Daches zwischen 40.000 und 50.000 Euro kosten: „Und da ist noch keine Dämmung drin.“

Auf diesem Wege wurde im vergangenen Jahr festgestellt, dass auch Teile der Außenverkleidung des Gebäudes locker sind. Ein Dachdecker hatte die Unfallgefahr durch herabfallende Faserzement-Platten erkannt. Daraufhin wurde der Zugang zum unteren Bereich der Kirche gesperrt, dort befindet sich der große Gemeindesaal. Grobel: „Der Gemeindesaal ist die Unterkellerung des Kirchraumes.“

Dass der Saal selbst in naher Zukunft baulich aufgewertet werden muss, weiß die Gemeinde nach eigenen Angaben wohl schon seit mehr als einem Jahr. Grobel: „In dem Saal ist seit Jahren oder gar Jahrzehnten nichts mehr gemacht worden.“ Die Fenster seien undicht, Decke und Boden seien in sehr schlechtem Zustand, auch die Türelemente hätten erheblichen Überholungsbedarf.

Nach und nach habe sich die Gemeinde Schätzungen über Kosten für die Herrichtung des Saales hereingeholt. „Bei 80.000 Euro Investitionsbedarf haben wir aufgehört“, so Grobel. Danach habe die Kirchenleitung entschieden, einen Gutachter zu beauftragen, der das gesamte Gebäude untersuchen soll. Erst wenn die Kosten für eine Grundsanierung des ganzen Ensembles mit Kirchsaal, Dach, Gemeindesaal und dem Gebäudeteil zur Straße hin vorliege, müsse weitergesehen werden. Grobel: „Der Kirchenvorstand muss entscheiden, wie es dort weitergehen soll.“

Der Gemeindesaal wurde wegen der Gefahr herabfallender Platten schon Ende des vergangenen Jahres gesperrt. Der Saal wurde zuletzt nur für große Gemeindeveranstaltung genutzt, außerdem konnte er gegen ein Entgelt für private Familienfeiern genutzt werden. - Von Volker Heyn

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