Lennestau wird abgelassen

An der Wehranlage Ehlhausen und den wasserbaulichen Anlagen des Laufwasserkraftwerks Bockeloh beginnen ab Montag kleinere Sanierungsarbeiten.

WERDOHL/PLETTENBERG ▪ Mark-E wird ab Montag kleinere Sanierungsmaßnahmen an der Wehranlage Ehlhausen und an den wasserbaulichen Anlagen des Laufwasserkraftwerkes Bockeloh beginnen. Die Anlage liegt kurz hinter Werdohler Stadtgebiet Richtung Plettenberg.

Die Hydraulik für die Wehrklappe wird instand gesetzt. Zeitgleich werden die Obergrabenschütze teilerneuert und die Rechenanlage vor dem Krafthaus inspiziert. Hierzu wird bereits am Sonntag der Lennestau mit etwa 600 000 Kubikmeter Wasser an der Wehranlage kontrolliert abgelassen, so dass sich die Lenne während der Arbeiten im Rückstaugebiet wieder in ihrem ursprünglichen Bett bewegt.

Da es sich um eine kurzzeitige Sanierungsmaßnahme handelt, rechnet Mark-E mit nur fünf Tagen Arbeitsaufwand. Anschließend ist für das Ende der 33. Kalenderwoche der Wiederanstau der Lenne und die Wiederinbetriebnahme des Laufwasserkraftwerkes vorgesehen.

Das Kraftwerk Bockeloh ist ein sogenanntes Niederdruckkraftwerk. Es besteht aus den Anlagenteilen Wehr, Obergraben, seitlicher Überlauf, Krafthaus und Untergraben. Die Wehranlage in Bockeloh wurde 1924 erbaut und besteht aus zwei eigenständig beweglichen, rund 20 Meter langen Rollschützen, mit denen lenneaufwärts ein Vorstau von etwa 600 000 Kubikmeter Flusswasser erreichbar ist.

Die Lenne hat an dieser Stelle eine maximale Stauhöhe von vier Metern. An die Wehranlage schließt sich der Obergraben mit einer gesamten Länge von rund zwei Kilometern, der ein Transportvermögen von bis zu 30 Kubikmeter pro Sekunde Wasser aufweist. Vor dem Krafthaus wird das Wasser über einen Feinrechen den Turbinen zugeführt.

Im Krafthaus sind drei Maschinensätze mit einer Nennleistung von jeweils 650 Kilowatt (kW) installiert, die rund 6,9 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom pro Jahr produzieren. Das Laufwasserkraftwerk Bockeloh wird vom Pumpspeicherwerk Rönkhausen beziehungsweise dem Kraftwerk Elverlingsen fernüberwacht.

Der zuverlässige Betrieb der Anlage wird unter anderem durch tägliche Kontrollgänge eines Mark-E Mitarbeiters sichergestellt.

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