Sommerliche Stimmung bei den Osterfeuern in Werdohl

Zum Osterfeuer des Werdohler Schützenvereins strömten viele Besucher, aber wegen der großen Hitze hielten sie einen gewissen Abstand zu den Flammen. ▪

WERDOHL ▪ Nur zwei der drei für Samstag geplanten großen Osterfeuer brannten. Das Feuer der Jugendabteilung der FSV am Riesei musste mit der gesamten rundherum geplanten Veranstaltung abgesagt werden. Brandstifter hatten das Feuer bereits in der Nacht zum Karfreitag angezündet und damit einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Einsatzkräfte ließen das Feuer kontrolliert abbrennen – aber für den Verein ist ein erheblicher Schaden entstanden. Denn durch die Absage der Veranstaltung entgehen der Jugendabteilung die Einnahmen. Es wurde Strafanzeige gestellt.

In Altenmühle hatten die Verantwortlichen des Zug 3 des Versetaler Schützenvereins reagiert und bereits in der Nacht zum Samstag eine Brandwache installiert. Überhaupt hatte die Sicherheit bei den Osterfeuern wegen der Waldbrandgefahr in diesem Jahr höchste Priorität. Sowohl in Altenmühle als auch auf dem Schützenplatz, wo der Werdohler Schützenverein gemeinsam mit dem Wirt des „Vier Jahreszeiten“ Veranstalter war, wurden Schläuche verlegt und bereits vor Entzünden der Feuer unter Druck gesetzt. In Altenmühle waren außerdem Feuerwehrleute direkt vor Ort. Aber die Sicherheitsmaßnahmen mussten nicht in Anspruch genommen werden. Vielmehr feierten an beiden Orten viele hundert Gäste entspannte Partys und genossen das frühsommerliche Wetter zu den Osterfeuern.

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Osterfeuer in Werdohl

Auf den Lennewiesen breitete sich regelrecht Picknickstimmung aus. Dort waren die Besucher weit genug vom Feuer auf dem Schützenplatz an der Dammstraße entfernt – denn im Gegensatz zu anderen Jahren, in denen die Besucher die Nähe zum Osterfeuer suchen, um sich zu wärmen, flohen diesmal überall die Menschen vor der Hitze. Beim Werdohler Schützenverein sorgte das Team um den König Udo Müller für die Bewirtung im Bierwagen. Das Team vom „Vier Jahreszeiten“ hatte erstmals ein Spanferkel gegrillt und lud im Anschluss an das Feuer zur großen Party in den Saal.

In Altenmühle kamen am Nachmittag zunächst die Kinder auf ihre Kosten. Bei Kinderfeuer und Fackelzug waren auch Feuerwehrleute aus Eveking dabei. Gegen 20 Uhr wurde schließlich das große Feuer entzündet – das sorgte zunächst für eine dichte Qualmwolke im Versetal. Bis spät in die Nacht wurde dort bei guter Stimmung gefeiert.

Auch am Sonntag gab es weitere Feuer in Werdohl: Seit inzwischen gut fünf Jahren findet im Schatten der Friedenskirche ein Osterfeuer statt – organisiert vom CVJM. Während in den Jahren zuvor das Feuer auf dem Parkplatz unterhalb der Kirche abgebrannt wurde, fand die Veranstaltung diesmal am Abend des Ostersonntags auf dem Kirchplatz statt; in etwas abgespeckter Form aber vor allem für die Kinder immer noch spannend, zumal auch einige Schwedenfeuer angezündet wurden und am Ende Stockbrot gebacken werden konnte.

Bevor die Kinder die Feuerstellen mit Fackel anzünden durften, fand in der Friedenskirche eine etwa halbstündige Andacht statt – musikalisch begleitet von der von Maik Trautmann betreuten CVJM-Band. Trautmann selbst erinnerte an die Bedeutung des Osterfestes. Im Anschluss an die Andacht verteilten CVJM-Mitglieder bunte Ostereier an die Besucher. Danach ging es ins Freie. Natürlich hatten die Organisatoren auch diesmal dafür gesorgt, dass die Besucher mit Würstchen und Getränken versorgt wurden.

Wie in Eveking, so fand auch vor dem Osterfeuer der Pfadfinder von St. Michael zunächst ein Gottesdienst in der Pfarrkirche am Eggenpfad statt. Anschließend ging es zu Fuß zum Biwakplatz am Kettling, wo schon mehrere hundert Menschen darauf warteten, dass Kinder aus der Pfadfindergruppe den gewaltigen Stapel aus Holz und Reisig in Brand setzten. ▪ gör/-ka

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