Wichtigen Teil der Werdohler Geschichte sichtbar machen

+
Bürgermeister Paul-Peter Ahrens aus Iserlohn, Bürgermeister Dietmar Heß aus Finnentrop, Kathrin Hartwig (Regionalmanagement), Stefan Baumann (Stadt Iserlohn), Andreas Pletziger (Bezirksregierung) und Heiner Burkhardt vom Heimat- und Geschichtsverein Werdohl (von links) beim Besuch im Werdohler Stadtmuseum.

Werdohl - Silke Erdmann und Kathrin Hartwig, Regionalmanagerinnen der Leader-Region Lenneschiene, hatten in dieser Woche zu einem ganz besonderen Event eingeladen.

Die Bezirksregierung, vertreten durch den Dezernenten Andreas Pletziger und die Sachbearbeiterin Nina Dodt, kamen zu Besuch an die Lenne, um die Leader-Region besser kennenzulernen und Projekte zu besichtigen. Man freute sich auf einen spannenden Austausch und gute Gespräche mit den verantwortlichen Bürgermeistern und Projektträgern. 

Unter der Überschrift „Sommerausflug Leader Region Lenneschiene“ fanden sich insgesamt 23 Gäste aus den Kommunen und dem Leader-Verein Lenneschiene zunächst in Altena ein. Dort gab die Architektin Caroline Ossenberg-Engels ihren Zuhörern einen eindrucksvollen Einblick in die Planung der neuen Waldbühne am Burggymnasium.

Weiter ging es für die Gruppe nach Werdohl in den dortigen Wander- und Kulturbahnhof. Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl, führte die Anwesenden durch das kleine, aber feine Stadtmuseum und erläuterte dabei das zweite Leader-Projekt, das an diesem Tag vorgestellt wurde.

Werdohler Industriegeschichte

Dieses Projekt hat die Werdohler Industriegeschichte zum Inhalt. Werdohl war schon sehr früh Teil der so genannten „Industriellen Revolution“. Es gibt noch viele Zeugnisse aus dieser Zeit: Bilder, Briefe, Urkunden, Gesellenbriefe, Gebrauchsgegenstände jeder Art, aber natürlich auch Gebäude und Eisenbahnbrücken, die in der damals üblichen Jugendstil- beziehungsweise Gründerzeit-Architektur entstanden.

Diese Schätze zu sichten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist das erklärte Ziel des Vereins in Kooperation mit dem Stadtmuseum. Ein wichtiger Teil der Werdohler Geschichte wird so wieder sicht- und erlebbar und erklärt zudem die Bedeutung, die Werdohl in dieser Zeit des großen Auf- und Umbruchs zukam.

Lenne mehr in den Fokus rücken

Nach diesem gelungenen Exkurs fuhren die Teilnehmer des Sommerausflugs zu der neu gestalteten Lenne-Promenade in Plettenberg, die zwar nicht Leader-gefördert ist, aber anschaulich beweist, dass die Städte an der Lenne sich in einer echten Aufbruchsstimmung befinden. Direkt am Fluss gelegen, stellt die Lenne-Promenade ein überaus gelungenes Beispiel dafür dar, wie man die Lenne als Fluss in Szene setzt und den Lennetalern ganz neu zugänglich macht.

Das Fazit der beteiligten Bürgermeister lautete: „Wir haben mit der Manpower unserer Vereine und dem Engagement der Bürger schon viel erreicht in unserer Region. Auch die Kommunen können gut zusammenarbeiten, wie städteübergreifende Projekte zum Wandern und Mountainbiken zeigen. Heute haben wir mit diesem Treffen einen Startschuss gegeben für viele weitere spannende Projekte.“

Alle Beteiligten waren sich einig, dass nach diesen anderthalb Jahren Leader die Weichen gestellt seien für eine Belebung der Region, die gerade erst ihren Anfang genommen habe. Die ersten schönen Projekte seien ein guter Anfang, zu tun gebe es aber noch einiges. Weitere Vernetzungsprojekte sollen entwickelt werden, ein nächster Termin ist schon anvisiert. Auch das erste Thema steht bereits fest. Der Fluss Lenne soll noch mehr in den Fokus rücken und besser erlebbar werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare