Ein Duo soll Werdohl fit machen für die Zukunft

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Swantje Midderhoff und Andreas Haubrichs arbeiten jetzt gemeinsam bei der Werdohl Marketing GmbH, Haubrichs darüber hinaus ab heute als Wirtschaftsförderer bei der Stadt Werdohl.

Werdohl - Die Werdohl Marketing GmbH hat die Lücke, die nach dem Weggang von Susanne Macaluso im März entstanden ist, wieder schließen können. Seit dem 1. Oktober übernimmt Swantje Midderhoff ihre Aufgaben. Und Andreas Haubrichs, der sich mit Abwanderungsgedanken getragen hatte, bleibt in Werdohl.

Die beiden Personalien machten Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Marketing-Geschäftsführer Ingo Wöste und Dirk Middendorf als Vorsitzender des Marketing-Aufsichtsrats am Mittwochnachmittag offiziell. Dabei überrascht vor allem der Verbleib von Andreas Haubrichs, der bei der Marketing GmbH bisher auf einer 25-Stunden-Stelle als Wirtschaftsförderer tätig war. Er hatte im Sommer signalisiert, sich nach Abschluss seines zweiten Master-Studiengangs im September eventuell einer neuen Herausforderung stellen zu wollen.

Während sich der Abschluss des Studiums verschiebt, eröffnet die Stadt Werdohl ihm nun die Chance, sich noch mehr um die Wirtschaftsförderung an Lenne und Verse zu kümmern. „Er wird bei uns ab dem 1. Dezember mit 30 Wochenstunden als städtischer Wirtschaftsförderer arbeiten“, kündigte Bürgermeisterin Voßloh an. Mit zehn Stunden als Wirtschaftsförderer beim Stadtmarketing wird Haubrichs’ Arbeitswoche dann komplett. Davon profitiert die Stadt, die auf Drängen der Politik schon seit einiger Zeit mehr Wirtschaftsförderung betreiben will, aber auch das Stadtmarketing, das weiter auf das Know-how von Haubrichs bauen kann. „Das war für mich eine positive Überraschung“, sagte Haubrichs, der seit einigen Monaten auf der Suche nach einer Vollzeitstelle war, über die Entscheidung des Marketing-Aufsichtsrates und des Stadtrates.

Unternehmen unterstützen und stärken

Er sehe seine Hauptaufgabe darin, die vorhandenen Unternehmen in Werdohl zu unterstützen und zu stärken, sagte Haubrichs. Als besondere Herausforderung betrachtet er die Aufgabe, Werdohl fit zu machen für das Informationszeitalter, indem er daran mitarbeitet, die digitale Infrastruktur zu verbessern. Darüber hinaus gelte es, die Stadt und die Region attraktiv zu machen: „Wirtschaftsförderung ist nicht nur Firmenbetreuung, sondern alles, was der Wirtschaft förderlich ist. Dazu gehört auch, dass wir erreichen, dass die Menschen hier bleiben wollen“, sagte er mit Blick auf gut ausgebildete junge Menschen, die berufliche Herausforderungen (noch) in Großstädten suchen.

Indirekt profitiert auch Swantje Midderhoff davon, dass Haubrichs demnächst den größten Teil seiner Arbeitswoche im Rathaus verbringen und nur noch zehn Stunden für das Stadtmarketing arbeiten wird. Dadurch wurden nämlich 15 Wochenstunden bei der Werdohl Marketing GmbH frei, die aus ihrer ursprünglich vorgesehenen 25-Stunden-Stelle nun auch einen Vollzeitjob machen.

Attraktivität der Stadt steigern

Midderhoff soll als Managerin der Marketing GmbH in anderer Weise als Haubrichs dafür sorgen, die Attraktivität Werdohls zu steigern. In ihren Aufgabenbereich fallen beispielsweise die Organisation des Stadtfestes, des Bauernmarktes und des Weihnachtsmarktes, aber auch der gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft (Woge) durchgeführten Veranstaltung „Genuss am Fluss“. Sie soll aber auch helfen, die weichen Standortfaktoren und die Außenwahrnehmung Werdohls zu verbessern.

„Das ist echt eine tolle Lösung. Wir erwarten uns eine gute Zusammenarbeit, von der Marketing und Stadt profitieren werden“, sagte Dirk Middendorf über die gefundene Konstellation. Marketing-Geschäftsführer Ingo Wöste sprach von einer „Win-Win-Win-Situation“, die der Stadt, dem Marketing und den Werdohler Unternehmen dienen könne.

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