Stadtrat entscheidet

Soko Respekt: Auch Werdohl soll mitmachen

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Werdohler Feuerwehrkräfte haben schon an einem Kursus teilgenommen, um sich gegen Angriffe wehren zu können.

Werdohl – Die Werdohler SPD selbst ist schon beigetreten, jetzt fordert sie, dass auch die Stadt Werdohl der Soko Respekt beitreten soll.

SPD-Fraktionschef Wilhelms Jansen hat einen entsprechenden Antrag formuliert, mit dem sich am 28. September noch der alte Stadtrat befassen soll. 

Die Soko Respekt ist ein eingetragener Verein, der 2017 in Lüdenscheid gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, dem zunehmenden Mangel an Respekt gegenüber Einsatz-, Rettungs- und Hilfskräften entgegenzuwirken. 

Zwischenfälle auch in Werdohl 

Mit seiner Arbeit möchte der noch recht junge Verein genau dieses Problem in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, Einsatzkräften eine Stimme verleihen und die Gesellschaft zu einem respektvolleren und wertschätzenden Umgang bewegen. Erreichen will der Verein das unter anderem mit Aufklärungs- und Präventionskampagnen. 

Dass Rettungskräfte und Helfer bei Einsätzen an ihrer Arbeit behindert oder sogar tätlich angegriffen werden, ist auch in Werdohl schon vorgekommen. Andreas Wäscher, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, berichtete schon Ende 2017 von Übergriffen gegen sich selbst und andere Mitglieder der Feuerwehr. Wäscher initiierte anschließend für 25 Feuerwehrkräfte einen Kursus, in dem sie Selbstverteidigungs- und Eingriffstechniken lernten, mit denen sie sich und andere gegen Angreifer schützen und Störer von Einsatzstellen fernhalten können. 

Vorträge an Schulen und in Jugendeinrichtungen

Die SPD könne sich vorstellen, meint Jansen, dass die Stadt Werdohl dem Verein Soko Respekt Vorträge an Schulen und in den städtischen Jugendeinrichtungen ermöglicht. Auch zum jährlichen Tag der Rettungskräfte könne der Verein eingeladen werden, um sich und seine Ziele dort der Öffentlichkeit vorzustellen. 

Der Stadt entstehen keine Kosten 

„Kosten entstehen der Stadt durch eine Mitgliedschaft nicht, da sich der Verein nicht über Mitgliedsbeiträge, sondern allein aus Spenden finanziert“, erklärt Jansen zu möglichen Folgekosten einer Mitgliedschaft. Die Stadt Werdohl wäre nicht die einzige Kommune mit einer Mitgliedschaft in der Soko Respekt. Auch Plettenberg, Halver, Nachrodt, Kierspe, Lüdenscheid und Menden sind dem Verein bereits beigetreten. Der Verein zählt bereits mehr als 1200 Mitglieder, darunter auch viele Privatpersonen, Gruppen und Vereine.

Weitere Informationen über den Verein Soko Respekt findet man auf der Internetseite www.mehrrespekt.de.

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