Nach Anlieger-Beschwerden

So wollen Stadt und Polizei Temposündern beikommen

Die Parkverbotsschilder an der Dammstraße sind verhüllt, das Verbot ist außer Kraft gesetzt. Wenn eine Folie abhanden gekommen ist, wird sie ersetzt.
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Die Parkverbotsschilder an der Dammstraße sind verhüllt, das Verbot ist außer Kraft gesetzt. Wenn eine Folie abhanden gekommen ist, wird sie ersetzt.

Im Augenblick scheint es einigermaßen ruhig zu sein auf Werdohls Raser-Strecken, was aber wohl in erster Linie mit einem regnerischen Herbst und dem langsam hereinbrechenden Winter zu tun haben dürfte.

Werdohl ‒ Vor der Kommunalwahl hatte sich die WBG für Lärm-gestresste Anwohner der Feldstraße stark gemacht, die SPD hatte sich bei der Raserproblematik auf der Dammstraße eingeschaltet.

In beiden Fällen war das Ordnungsamt der Stadt – wie von den politischen Vertretern gewünscht – aktiv geworden. Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel berichtete auf Nachfrage unserer Zeitung vom Stand der Dinge. Anwohner der Feldstraße, die ihre Balkone und Schlafzimmer in Richtung Kettling haben, berichteten von allabendlichem Motorenlärm. Auch an Wochenenden werde auf Gewerbe- und Gildestraße sowie auf der parallelen Bundesstraße viel zu schnell gefahren. Immer wieder würden Autos laut aufheulen und die Ruhe stören.

Die damalige Bürgermeisterin Voßloh hatte Geschwindigkeitsmessungen der Stadtverwaltung zugesagt, die wurden laut Ordnungsamtsleiterin Mentzel auch vorgenommen. Die Messungen ergaben Geschwindigkeitsüberschreitungen: „Erwartungsgemäß in 30er-Zonen mehr als in Bereichen mit Tempolimit 50 km/h.“ Mit diesen Erkenntnissen habe die Stadt Kontakt zur Kreispolizeibehörde aufgenommen, die an den betroffenen Straßen regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchführe. Für die Stadt ist das Thema damit erledigt, die Polizei sei nun zuständig.

An der Dammstraße hingegen ist und bleibt die Stadt in der Verantwortung. Im Sommer hatte sich die SPD eingebracht und die Anwohner unterstützt, die von nächtlichen Beschleunigungsfahrten berichteten. Dort war der Verwaltung von den Anliegern Untätigkeit vorgeworfen worden. Nach Gesprächen mit den dort wohnenden Familien wurden die Parkverbotsschilder abgedeckt. Damit sollen durch zufällig parkende Autos Formel-1-Manöver auf der Dammstraße verhindern.

Andrea Mentzel kündigte weitere Geschwindigkeitsmessungen an. Danach werde man mit den Anwohnern Kontakt aufnehmen und besprechen, ob das Aufheben des Parkverbots erfolgreich gewesen sei oder nicht.

Erst kürzlich waren zwei der Schilder im Bereich des Schützenplatzes unverhüllt. Ob sie vom Wind oder von unbekannter Hand fortgerissen wurden, ist nicht zu sagen. Der Bauhof werde die Schilder wieder mit schwarzen Abfallsäcken verhängen, sagte Andrea Mentzel.

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