Antrag an den Rat

So will WBG Erreichbarkeit der Stadtverwaltung verbessern

Telefonistin in einer Telefonzentrale. Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die WBG möchte, dass im Werdohler Rathaus wieder eine Telefonzentrale eingerichtet wird.

Im Sommer 2017 hat die Stadtverwaltung die Telefonzentrale im Rathaus aufgelöst. Jetzt möchte die WBG-Fraktion sie wieder einführen. Mit einem entsprechenden Antrag wird sich am Montag, 28. September, der Rat befassen, der ab 17 Uhr öffentlich im Festsaal Riesei tagen wird.

Werdohl - Bis vor rund drei Jahren kamen Anrufe auf die zentrale Rufnummer der Stadtverwaltung in dem kleinen Büro im ersten Stockwerk des Rathauses an und wurden von dort weitergeleitet. Die Stelle sollte jedoch eingespart werden, weshalb die Verwaltung ein System ersann, wie die Anrufe von außen auf die Rathaus-Sammelnummern 917-0 und 917-100 an die richtigen Stellen im Rathaus vermittelt werden können.

Seit dem Sommer 2017 funktioniert das so: Geht ein Anruf auf einer der Sammelnummern ein, schickt die Telefonanlage den Ruf automatisch an einen der Mitarbeiter im Rathaus. Dieser muss dann das Anliegen des Anrufers herausfinden und das Gespräch an die zuständige Stelle weiterleiten. Etwa 260 Anrufe pro Woche werden auf diese Weise reihum auf die Mitarbeiter der Verwaltung verteilt.

Immer mehr Bürger/-innen beschweren sich über die schlechte telefonische Erreichbarkeit der Stadtverwaltung.

Thorsten Hänel, WBG-Fraktionsvorsitzender

Nach Auffassung der Werdohler Bürger-Gemeinschaft (WBG) hat sich das System aber nicht bewährt: „Immer mehr Bürger/-innen beschweren sich über die schlechte telefonische Erreichbarkeit der Stadtverwaltung“, schreibt Fraktionschef Thorsten Hänel in einem Antrag an den Rat. Es sei mitunter nicht möglich, mit dem gewünschten Mitarbeiter Kontakt aufzunehmen.

Diese Lösung schlägt die WBG vor

Die Lösung liegt für die WBG darin, die Telefonzentrale wieder einzuführen. Eine entsprechend geschulte Person der Verwaltung könne dann erster Ansprechpartner für die Anrufer sein und das Gespräch an die richtige Stelle im Rathaus weiterleiten oder einen Rückruf veranlassen.

Im derzeitigen System sieht die WBG auch einen gravierenden Nachteil: Der Mitarbeiter, der eigentlich nichts mit dem Grund des Anrufes zu tun habe, ihn aber entgegennehmen müsse, werde in seiner Arbeit gestört, müsse sich um das Anliegen des Anrufers kümmern und das Gespräch an die richtige Stelle weitervermitteln.

Die WBG möchte nun, dass die Stadtverwaltung die Wiedereinführung der Telefonzentrale prüft, die dann auch in der Mittagszeit erreichbar sein soll. Der barrierefrei eingerichtete Arbeitsplatz solle nach Möglichkeit mit einer Person mit Handicap besetzt werden.

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