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So will das Stadtmuseum neue und jüngere Leute ansprechen

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Von: Michael Koll

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Martina Kluge spielte am Wochenende im Stadtmuseum Akkordeon und Steirische Harmonika und überraschte mit launigen Erläuterungen.
Martina Kluge spielte am Wochenende im Stadtmuseum Akkordeon und Steirische Harmonika und überraschte mit launigen Erläuterungen. © Michael Koll

Der Veränderungswille ist vorhanden. Der Tatendrang ist groß. Innerhalb des Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl hat sich ein Arbeitskreis Stadtmuseum gebildet, der mit Sachverstand von außen unter der Leitung von Gerd Kalthoff angetreten ist, die Zahl der Museumsbesucher zu erhöhen und deren Durchschnittsalter zu senken.

Werdohl ‒ „Deshalb haben wir auch die neue städtische Kulturbeauftragte Fabienne Glänzel, den Kulturausschuss-Vorsitzenden Lutz Hoffmann und die LenneLeute mit ins Boot geholt“, erklärt Kalthoff. „Die senken das Durchschnittsalter in diesem Arbeitskreis doch derbe“, erläutert er mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Als Erstes haben die Arbeitskreis-Mitglieder eine Umfrage entwickelt. Diejenigen, die bereits Besucher des Stadtmuseums sind, hatten am Sonntag schon die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Museumsangeboten kund zu tun.

„Alle anderen bekommen diese Möglichkeit bald, weil wir die Umfrage in Kürze überall auslegen werden.“ In der Bücherei, in Geschäften, in den Banken und auch in den Schulen soll der Fragebogen aber auch auf möglichst viel Resonanz stoßen, hofft Arbeitskreis-Vorsitzender Kalthoff.

Die Teilnehmer der Umfrage könnten ihre Antworten dann per Post einschicken, in den Briefkasten des Museums am Bahnhof werfen, oder per E-Mail an heiner.burkhardt@t-online.de an den Vorsitzenden des Heimat und Geschichtsvereins senden. „Aber auch ein Ausfüllen direkt auf der Homepage oder dem Facebook-Auftritt vom Heimat- und Geschichtsverein wird noch ermöglicht werden“, weiß Kalthoff um die Wichtigkeit, potenziellen Teilnehmern so viele Antwortwege wie nur möglich zu bieten.

„Mit der Umfragen wollen wir eine Datenbasis schaffen, was sich die Menschen vom Museum erhoffen und wünschen“, sagt Kalthoff. In Folge soll dann die Zahl der Veranstaltungen im Museum und rund herum steigen. „Auch Sonderaktionen könnte es dann geben wie beispielsweise einen Tag, an welchem wir die Schätze der Werdohler in Augenschein nehmen und bewerten könnten“, überlegt der Arbeitskreis-Vorsitzende laut.

Kalthoff konkretisiert: „Viele haben ja tolle Sachen zuhause. Die stehen da aber nur im Schrank und stauben zu.“ Der Umfrage-Leiter, der auch Beisitzer im Heimat- und Geschichtsverein ist, erklärt abschließend: Bei der Umfrage wird aber beispielsweise auch nach den Öffnungszeiten des Stadtmuseums gefragt. Selbst diese seien „nicht in Stein gemeißelt“.

Ein musikalisches Event fand gleich zum Auftakt der Umfrageaktion am Sonntag statt. Musikschul-Lehrerin Martina Kluge spielte Akkordeon und Steirische Harmonika und überraschte mit launigen Erläuterungen einer- und einer überraschenden Liedauswahl andererseits. So entlockte sie ihren Instrumenten beispielsweise die Titelmelodie der Filmreihe „Mission impossible“. Das rund zehnköpfige Publikum spendete entsprechend begeistert viel Applaus.

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