Nach dem Amtsantritt

So steht es um das Insolvenzverfahren der Firma des neuen Bürgermeisters

Andreas Späinghaus, Bürgermeister und (noch) Unternehmer.
+
Andreas Späinghaus, Bürgermeister und (noch) Unternehmer.

Rechtzeitig vor seinem Amtsantritt als Bürgermeister von Werdohl konnte Andreas Späinghaus das Insolvenzverfahren seines Unternehmens a.s.w. Präsentation abhaken.

Werdohl ‒ In dem Verfahren zur Erteilung der Restschuldbefreiuung sei die sogenannte Wohlverhaltenszeit abgelaufen, teilte das zuständige Amtsgericht Hagen am 22. Oktober mit. Restschuldbefreiung bedeutet, dass das Insolvenzgericht dem Schuldner am Ende des Insolvenzverfahrens die restlichen Schulden, die er noch nicht tilgen konnte, erlässt. Die Restschuldbefreiung nach dem Insolvenzverfahren ist für viele Schuldner das lang ersehnte Ende der Insolvenz. Das Restschuldbefreiungsverfahren ist im Grunde ein separates Verfahren, welches an das Insolvenzverfahren anschließt, sofern der Schuldner im Vorfeld einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt hat.

Insolvenzgläubiger haben nun noch bis zum 23. November Gelegenheit, die Versagung der Restschuldbefreiung zu beantragen. Solche Gründe könnten Vergehen des Schuldners während des Insolvenzverfahrens oder Verstöße gegen das Wohlverhaltensgebot sein. „Ich habe mich aber jederzeit vorschriftsmäßig verhalten“, betonte Späinghaus. Eine große Belastung sei das Verfahren nicht gewesen, sagte der 62-Jährige. Allerdings ergänzte er: „Aber natürlich ist das jetzt schön, dass das Verfahren praktisch abgeschlossen ist. Es war ja auch nicht gerade angenehm.“

Unternehmen soll auslaufen

Sein Unternehmen, das Präsentationssysteme für Unternehmen entwickelte und verkaufte, will Späinghaus, wie schon kurz nach seiner Wahl zum Bürgermeister angekündigt, auslaufen lassen. Wer derzeit die Internetseite des Unternehmens aufruft, landet auf der Seite des Bürgermeisterkandidaten Späinghaus. „Ich habe meine Kundenadressen an einen meiner Lieferanten weitergegeben. Einige Waren habe ich noch für Kunden eingelagert. Neue Aufträge nehme ich aber nicht mehr an“, sagte Späinghaus zum Stand der Dinge. Das Gewerbe werde er „irgendwann in den nächsten Wochen“ abmelden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare