„Skurrile Bühnenshows“

Der frühere Werdohler Bürgermeister Jörg Bora vermarktet sich selbst mit Hilfe dieser Internetpräsenz als Moderator für Veranstaltungen jeglicher Art. Seine Tätigkeit bei der Federas Beratung AG ist hingegen beendet.

WERDOHL ▪ Jörg Bora war in seiner Zeit als Werdohler Bürgermeister nicht unumstritten – von daher ist das Interesse groß, wenn der nach wie vor in Pungelscheid lebende Bora sich beruflich anders engagiert.

Offensichtlich hat er sich als Moderator selbstständig gemacht. Auf der Internetpräsenz http://www.boramoderiert.com bietet er jetzt seine Dienste als Moderator von Veranstaltungen, Gesprächsrunden oder Bühnenshows an. Auf der Seite schreibt er: „Mit charmantem Humor, souveräner Übersicht gepaart mit Improvisationstalent und sprachlicher Eleganz steuere ich jede Veranstaltung zum Erfolg.“ Bora selbst ließ Anfragen unserer Redaktion zu seiner Tätigkeit unbeantwortet. Von daher lässt sich nur seine Homepage zitieren: Neben seiner Tätigkeit erst als Polizeibeamter und dann als Bürgermeister habe er „ein Faible“ entwickelt „für skurrile Bühnenshows und Entertainment, die ich über Jahre betrieb“. Weiter: „Und nicht zuletzt entwickelte ich meinen unverfälschten und authentischen Stil weiter - im Amt des Bürgermeisters meiner sauerländischen Heimatstadt Werdohl.“

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters Oktober 2009 nahm er eine Beratertätigkeit bei der Federas Beratung Deutschland AG auf. Das Unternehmen hatte die Umstrukturierung der Werdohler Stadtverwaltung begleitet und Einschätzungen über Boras Arbeit als Verwaltungschef abgegeben. Bei der Federas ist Bora nicht mehr beschäftigt, im Team der Gesellschaft ist er nicht mehr geführt. Bora bezieht eine nicht geringe Pension. Die berechnet sich nach der Zahl seiner mehr als 20 Dienstjahre als Landesbeamter bei der Polizei und den fünf Jahren als Wahlbeamter der Stadt Werdohl. Lebenslange Pensionsansprüche hat ein Beamter nach mindestens 18 Jahren. Der Pensionsanspruch ist anteilig zu den absolvierten Dienstjahren. Der Anlass zur Pensionsauszahlung bei Bora war das Ende der Wahlbeamtenzeit. Alle städtischen ehemaligen Beamten erhalten ihre Pension von der Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe. Durch ein Umlagesystem zahlt die Stadt indirekt diese Pensionen. Für alle Pensionäre gibt es festgelegte Zuverdienstgrenzen: Die Summe aus Pension und Zuverdienst darf die Höhe der letzten Dienstbezüge nicht überschreiten. Stammt der Zuverdienst aus der Privatwirtschaft, wird nur die Hälfte des überzähligen Summe einbehalten. Das erklärte Ulrich Krumme, Sachgebietsleiter bei den Kommunalen Versorgungskassen. ▪ Volker Heyn

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