Skepsis gegen Rosmart 2.0 bei den Anliegern

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Auf dieser Grafik der Stadt Altena ist zu erkennen, wo das Gebiet Rosmart 2.0 liegen könnte. Der Suchraum hat mit der Ortschaft Rosmart nichts mehr zu tun, sondern liegt südlich des bestehenden Gewerbegebiets zwischen Hölzerne Klinke, Brunscheid und Vorderbrenge.

Werdohl - Der lapidar Rosmart 2.0 genannte Suchraum für neue Gewerbeflächen liegt geografisch gesehen nicht auf Rosmart. Der Bereich schließt nur zu einem Teil an das bestehende Gewerbegebiet Rosmart an und liegt im Bereich zwischen Hölzerne Klinke, Brunscheid und Vorderbrenge.

Bei den Anliegern dort oben wächst Unbehagen gegenüber dem politischen Wunsch, dort irgendwann einmal Industriebetriebe anzusiedeln. Der Rat der Stadt Werdohl entscheidet am Montag darüber. 

Die Fläche liegt in etwa zu je einem Drittel auf den Stadtgebieten von Altena, Werdohl und Lüdenscheid. Der aktuelle Gewerbepark Rosmart liegt komplett auf Altenaer Gebiet. Im Rahmen der Aufstellung eines Regionalplanes für den Märkischen Kreis und die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe hat die Verwaltung des Märkische Kreises ein Gewerbeflächenkonzept eingebracht. Darin sind Vorschläge enthalten, wo möglicherweise neue Industriegebiete erschlossen werden könnten. 

Städte wollen ein vorgezogenes Verfahren 

Die Neuaufstellung des Regionalplanes wird noch mehrere Jahre brauchen, für die Entwicklung neuer Industrieflächen ist das viel zu langsam. Die Städte Werdohl, Altena und Lüdenscheid streben deshalb ein vorgezogenes Planänderungsverfahren an, um die Flächen schneller entwickeln zu können. An das Kölner Büro Dr. Jansen wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. „Erste Ergebnisse der Studie zeigen jetzt“, so schreibt die Werdohler Verwaltung in einer Vorlage für den am Montag tagenden Rat, „dass eine Erweiterung des Märkischen Gewerbeparks an dieser Stelle grundsätzlich realisierbar wäre.“ 

Die Inhalte der Machbarkeitsstudie liegen noch nicht vollständig vor. Wenn die Studie fertiggestellt ist, sollen sie in einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung vorgestellt und diskutiert werden. 

Um das Verfahren so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen, beantragen die Städte Werdohl, Altena und Lüdenscheid gemeinsam ein vorgezogenes Änderungsverfahren des noch bestehenden alten Regionalplanes. Über diesen Antrag entscheidet der Rat am Montag, voraussichtlich wird es eine Mehrheitsentscheidung. Nur die WBG hatte bereits deutlich gemacht, aus ökologischen Gründen gegen eine Erweiterung zu stimmen. 

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, muss sie im Regionalplan als „Bereich für Gewerbe und Industrie (GIB)“ ausgewiesen werden. Die drei Städte möchten das „langwierige und komplexe“ Neuaufstellungsverfahren nicht abwarten. Die Bezirksregierung hat bereits signalisiert, dass die Einleitung eines solchen vorgezogenen Verfahrens möglich sei. 

Widerstand rund um Ortslage Vorderbrenge 

Rund um die Ortslagen Vorderbrenge und Hinterbrenge auf Werdohler Stadtgebiet regt sich erster Widerstand. Die Anlieger führen an, dass die Fläche auf Werdohler Gebiet hauptsächlich aus Wald, landwirtschaftlichen Grünflächen und sogar einem Landschaftsschutzgebiet bestehe. Damit sei eine gewisse ökologische Wertigkeit gegeben. 

Das geplante Gebiet reicht bis an die Höhenstraße heran und wäre damit gut sichtbar. Der Werdohler Rundwanderweg verläuft ebenfalls durch das Gebiet. Außerdem würde dort eine der höchsten Ortslagen der Stadt negativ beeinträchtigt.

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