192 Skatspieler ringen im Riesei um Meisterehren

WERDOHL ▪ 192 Spieler, mehr als 1500 Karten und am Ende standen vier Sieger fest. An diesem Wochenende richtete der Skatclub „Zum Krug“ Werdohl die Westdeutschen Skat-Einzelmeisterschaften im Festsaal Riesei aus. Gestern Nachmittag wurden die Gewinner ausgezeichnet.

Zuvor mussten die Spieler jedoch ihr Können unter Beweis stellen. Am Samstag wurde die Zusammensetzung der Tische noch ausgelost, gestern dann spielten die Skatfreunde mit den höchsten Punkten jeweils gegeneinander. Sechs Runden mit je 48 Spielen wurden insgesamt absolviert – drei Runden am Samstag, drei Runden gestern. Im Schnitt dauerte eine dieser Runden zwei Stunden.

„Da muss man sich wirklich lange Zeit konzentrieren können“, sagte Torsten Beschke, Vorsitzender des Werdohler Skatclubs über das Turnier. Doch eben diese Konzentration während einer Runde mache auch einen Teil der Faszination Skat aus. „Man hält sein Gehirn damit fit. Denn man muss viel rechnen und auch eventuelle Spielsituationen immer vorher im Kopf durchspielen“, so Beschke.

Zwischen zehn und 80 Jahren waren die Teilnehmer des Turniers am Wochenende. Sie spielten den Sieg um die Westdeutsche Einzelmeisterschaft in den Kategorien Jugend, Damen, Herren und Senioren untereinander aus. Aus Werdohl nahmen drei Skatspieler am Turnier teil. Sie hatten sich zuvor Ende Januar während der Bezirksmeisterschaften für die Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert. Die anderen Skatfreunde waren aus dem gesamten westdeutschen Raum angereist – so etwa aus Köln und Aachen.

Ein Turnier dieser Größenordnung auszurichten, hieß für die Mitglieder des Skatclubs „Zum Krug“ im Vorfeld natürlich viel Arbeit. „Wir kümmern uns hier um die komplette Organisation alleine“, so Torsten Beschke, der froh war über die Unterstützung der freiwilligen Helfer. Die kümmerten sich unter anderem um belegte Brötchen und Kuchen sowie um Deftiges vom Grill. Vor eineinhalb Jahren hatte sich der Werdohler Skatclub bereits um die Austragung des Turniers beworben – und schließlich den Zuschlag erhalten. „Wir haben derzeit 16 Mitglieder. Normalerweise finden diese Turniere im Kölner Raum statt, bei den Vereinen mit mehr Skatfreunden“, so Beschke stolz.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Andreas Späinghaus war sich sicher, „was so gut geplant wurde, wird auch gut gelingen.“ Späinghaus verband den Gruß an die Spieler mit der Hoffnung, sie mögen sich doch neben dem Kartenspiel auch „unsere schöne Stadt Werdohl noch ein wenig anschauen“. Darüber hinaus wünschte er, ebenso wie Wilfried Schlicht, Präsident des Westdeutschen Skatverbandes, den Spielern „Gut Blatt“.

Svenja Hoppe

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