Sitzkissen selbst mitbringen

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Das Trittsteinbiotop wirkt momentan noch recht karg. Das soll sich mit Beginn des Frühlings ändern.

WERDOHL - Die Arbeiten am Trittsteinbiotop in Versevörde, das im Zuge der Renaturierung der Verse angelegt wird, werden mit Beginn des Frühlings fortgesetzt und zu Ende geführt.

Von Rainer Kanbach

Das knapp 200 000 Euro teure Projekt, das zu 90 Prozent aus Landesmitteln finanziert wird, befindet sich derzeit „im Rohzustand“, wie es Peter Erwig von der Werdohler Stadtverwaltung formulierte. Nach dem Durchstich, bei dem am 17. Dezember 2013 oberhalb der Mühlenweg-Brücke drei kleine Inseln in der Verse entstanden sind, geht es in absehbarer Zeit nur noch um die Feinarbeiten.

Das heißt genau: Um die Anpflanzungen des bisher noch recht karg wirkenden Areals, das in Wassernähe mit Blick auf mögliche Hochwasser mit einer sogenannten „schlafenden Sicherung“ versehen ist.

Der Baumbestand auf der größten der drei und auf den zwei benachbarten Inseln wird ergänzt durch wasserverträgliches Gehölz.

In den Hang parallel zur Bundesstraße 229 sollen hochkronige Bäume sowie kleinere Gehölze gesetzt werden; das Ganze umschmeichelt durch Grasflächen. Insgesamt bei bald ausgeprägtem Bewuchs ein optischer Hingucker.

Die Fläche wird durch einen geschotterten Weg zur Verse hin begehbar.

Bei normalem Wasserstand besteht zum Beispiel für Kinder die Möglichkeit, am Ufer des Baches zu spielen.

Große Natursteinblöcke werden Besucher zum Sitzen einladen. Allerdings, so schmunzelt Peter Erwig, „sollte man sich wegen des kalten Gesteins Sitzkissen mitbringen“, denn Bänke werden im Bereich des Trittsteinbiotops nicht aufgestellt.

Eine Entscheidung, die eng mit der Überlegung zusammenhängt, dass dort keine wilden Grillstationen entstehen sollen. Entsprechende Tendenzen werden auf jeden Fall unterbunden, hieß es im Rathaus.

Und sollte sich auf dem Gelände Müll ansammeln, das uneinsichtige Zeitgenossen hinterlassen, „werden wir den Bereich eben einzäunen“, so Peter Erwig.

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