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„Sind zu alt und sterben langsam aus“: Letzte Zuchtschau der Kaninchenzüchter

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Von: Michael Koll

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Als Vereinsmeister geehrt: Detlev Engelhardt (rechts) und Thomas Gehring (links) mit dem Vereinsvorsitzenden Martin Pache. Der Erstplatzierte Martin Seuthe war am Samstagnachmittag nicht anwesend.
Als Vereinsmeister geehrt: Detlev Engelhardt (rechts) und Thomas Gehring (links) mit dem Vereinsvorsitzenden Martin Pache. Der Erstplatzierte Martin Seuthe war am Samstagnachmittag nicht anwesend. © Michael Koll

Der Vorsitzende des Werdohler Kaninchenzuchtvereins W 445 beschrieb mit diesen feierlichen Worten, was aus seiner Sicht das Besondere sei, das diesen Verein hat 100 Jahre bestehen lassen. Doch mit dem Jubiläum wird auch ein Schlussstrich gezogen.

Werdohl – „Vereinsleben heißt, miteinander zu streiten, zusammen zu leben und dabei auch familiär zu sein“, sagte Martin Pache in der Aula der Werdohler Realschule. Der Vorsitzende des Werdohler Kaninchenzuchtvereins W 445 beschrieb mit diesen feierlichen Worten, was aus seiner Sicht das Besondere sei, das diesen Verein hat 100 Jahre bestehen lassen.

Doch mit dem Jubiläum wird auch ein Schlussstrich gezogen: „Zumindest war es definitiv unsere letzte Zuchtschau, die wir an diesem Wochenende ausgerichtet haben“, versichert Pache. Und so sind auch zum letzten Mal Vereinsmeister ausgezeichnet worden.

In diesem Jahr ging der Titel an Martin Seuthe und seinen Zwergwidder wildfarben. Den zweiten Rang holte Detlev Engelhardt mit einem Kleinwidder wildfarbig. Bronze sicherte sich Thomas Gehring mit einem Sachsengold.

Außerdem erhielten zum Jubiläum Elke Matthes-Bürger sowie Martin Seuthe jeweils eine Ministermedaille des Landesverbandes der Westfälischen Rassekaninchenzüchter. Eine weitere Sonderauszeichnung ging auch an Peter Jacoby, der der langjährigste Züchter im Verein W 445 ist.

Doch damit geht eine Tradition zu Ende. Vereinsvorsitzender Pache gesteht: „Wir sind zu alt und sterben langsam aus.“ Und fügte hinzu: „Eine solche Zuchtschau auf die Beine zu stellen, übersteigt mittlerweile unsere Kräfte“. Bei diesen Worten hatte er beinahe Tränen in den Augen.

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