So sind die Werdohler Schüler den Waldgeheimnissen auf der Spur

+
Welches Blatt gehört zu welcher Baumart? Das zu bestimmen war nicht in jedem Fall einfach.

Werdohl – „Ein Wildschwein konnte ich für Euch nicht einfangen. Aber ein Bild habe ich mitgebracht“, erklärte Axel Dohmen – und hielt eine entsprechende Zeichnung in die Höhe.

Damit half der zertifizierte Waldpädagoge den Kindern beim Zuordnen von Tierspuren – und der Lösung der Aufgabe 22 der Waldjugendspiele 2019. 

Circa 180 Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Werdohl, der Grundschule St. Michael und der Albert-Einstein-Gesamtschule kamen im Laufe des Vormittags am Friedhof an der Landwehr an, um von dort aus in den Wald zu starten. Axel Dohmen, der für die Waldschule des Regionalforstamts Märkisches Sauerland tätig ist, und Revierförster Kevin Hauser waren schon deutlich früher vor Ort: Als es dämmerte machten sie sich auf den Weg, um den Parcours für die Schüler mit Pfeilen zu markieren und die einzelnen Stationen im Wald passend zu den Fragen zu präparieren. 

Die fünf Waldgebote

Bevor die Schüler in Kleingruppen – jeweils in Begleitung eines Erwachsenen – starten konnten, erklärte Axel Dohmen wichtige Details zum Fragebogen und natürlich die fünf Waldgebote, die anschließend in einer Aufgabe abgefragt wurden. Dann gab es für die meisten Kinder kein Halten mehr; sie stürmten los, um die insgesamt 23 Aufgaben zu lösen. 

Waldjugendspiele in Werdohl

Und die waren nicht immer einfach zu bewältigen. Während fast alle Schüler auf Anhieb wussten, dass auf Baumstämme geklebte Markierungsschilder einen Wanderweg kennzeichnen, kamen sie beim Zuordnen der im Fragebogen abgebildeten Tierspuren mitunter ganz schön ins Schleudern. Spaß hatten sie trotzdem – zumal der Parcours nicht mehr ausschließlich über den Hauptwanderweg führte. Zwischendurch ging es auf schmalen Pfaden mitten durch den Wald. Die Kinder konnten über einen Bach springen (und die Wassertemperatur schätzen) und mit Tannenzapfen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. 

Preise für die Klassen zu gewinnen

Diejenigen, die vieles über den Wald wissen und alle Fragen richtig beantworten konnten, haben übrigens die Möglichkeit für ihre Klasse einen „richtig tollen Preis“ zu gewinnen, wie Axel Dohmen erklärte: beispielsweise einen ganzen Tag im Nationalpark Eifel oder einen Ausflug ins Fort Fun.

Waldjugendspiele, auch Wald-Rallyes genannt, gibt es seit dem Europäischen Naturschutzjahr 1970. Mit dem Start der „Aktion Waldjugendspiele“ im Jahr 1998 – eine Gemeinschaftsinitiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und des Landesbetriebs Wald & Holz NRW – ist in Nordrhein-Westfalen eine überaus dynamische Entwicklung zu verzeichnen: Inzwischen nehmen jährlich landesweit circa 35 000 Grundschulkinder an einem solchen Walderlebnistag teil. Im Märkischen Kreis sind es in diesem Jahr mehr als 3200 Mädchen und Jungen. Im Mittelpunkt steht das Naturerlebnis und das Gewinnen von Einblicken in natürliche Zusammenhänge.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare