Jahreswechsel in Corona-Zeiten

Silvester: So bereiten sich die Ordnungsämter in Werdohl und Neuenrade vor

In Werdohl und Neuenrade gibt es keine Bereiche, in denen das Zünden von Böllern und Raketen verboten ist. Allerdings appelliert Kreispolizeisprecher Marcel Dilling an die Vernunft der Menschen im Märkischen Kreis, damit niemand verletzt wird und das Fachpersonal in den Krankenhäusern nicht zusätzlich belastet wird.
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In Werdohl und Neuenrade gibt es keine Bereiche, in denen das Zünden von Böllern und Raketen verboten ist. Allerdings appelliert Kreispolizeisprecher Marcel Dilling an die Vernunft der Menschen im Märkischen Kreis, damit niemand verletzt wird und das Fachpersonal in den Krankenhäusern nicht zusätzlich belastet wird.

Große Sorgen macht sich Andrea Mentzel nicht, wenn sie an die bevorstehende Silvesternacht denkt. In den vergangenen Wochen – und an den Weihnachtsfeiertagen – seien nur wenige Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt worden, berichtet die Leiterin des Werdohler Ordnungsamtes.

„Unsere Mitarbeiter haben in Gesprächen immer wieder gehört, dass die Menschen großes Verständnis für die Regelungen und Einschränkungen haben. Ich denke, jetzt haben alle verstanden, dass sie momentan an einem Strang ziehen müssen.“

Dass es immer einige Ausnahmen gibt, sei selbstverständlich. Im Großen und Ganzen zeigt sich Andrea Mentzel aber sehr zufrieden mit dem Verhalten der Werdohler. „Ich glaube, dass es auch in der Silvesternacht keine nennenswerte Verstöße gegen wird“, sagt die Ordnungsamtsleiterin. Am 31. Dezember seien – wie immer – zwei Mitarbeiter im Einsatz. Bestimmte Plätze und Straßen müssten sie zum Jahreswechsel nicht kontrollieren, denn die Verantwortlichen der Stadt Werdohl haben keine Böllerverbote für bestimmte Bereiche ausgesprochen.

Ordnungsamt hat einige Bereiche besonders im Blick

Allerdings gebe es einige Ecken, denen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Besuch abstatten würden. „Wir halten Orte im Auge, wo wir in der Vergangenheit Verstöße registriert haben“, kündigt Andrea Mentzel an.

Sollte sich dabei herausstellen, dass gegen das Versammlungsverbot verstoßen werde, werde die Polizei um Hilfe gebeten. Da die Wache in Werdohl vor Ort sei, werde es auch sicherlich nicht allzu lange dauern, bis die Beamten vor Ort sein könnten, schätzt Andrea Mentzel.

Neuenrade: Sporadische Kontrollen im Stadtgebiet

Sabine Rogoli, die Leiterin des Neuenrader Ordnungsamtes, kündigt für die Silvesternacht ebenfalls sporadische Kontrollen im gesamten Stadtgebiet an. „Man muss immer mit uns rechnen“, erklärt sie. Auch in Neuenrade seien keine Plätze ausgewiesen worden, auf denen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern grundsätzlich verboten ist. „Wir verlassen uns auf die Vernunft der Neuenrader“, sagt Rogoli.

Dass das durchaus möglich sei, habe sich während der Weihnachtsfeiertage und bereits seit Beginn des erneuten Lockdowns Mitte Dezember gezeigt. „Es gab, bis auf wenige Ausreißer, keine Verstöße. Ich denke, dass die Neuenrader Respekt vor der Pandemie haben und verstehen, wie wichtig gerade jetzt das Verhalten jedes einzelnen ist“, stimmt sie mit ihrer Kollegin aus der Nachbarstadt Werdohl überein.

Lockerungen gelten zum Jahreswechsel nicht mehr

Allerdings weist Abteilungsleiterin Sabine Rogoli noch einmal darauf hin, dass die Lockerungen, die an den Weihnachtsfeiertagen kleinere Familientreffen ermöglicht hatten, zum Jahreswechsel nicht mehr gelten: „Maximal zwei Haushalte und fünf Personen sind erlaubt.“ Kinder, die noch keine 14 Jahre alt sind, werden dabei nicht gezählt. Sollten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes den Verdacht haben oder auch darüber informiert werden, dass gegen eine der Corona-Regeln verstoßen wird – beispielsweise eine größere Party gefeiert wird – „werden wir auf jeden Fall die Polizei verständigen“, unterstreicht die Leiterin des Ordnungsamtes.

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