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Sie wollen etwas bewegen: „LenneLeute“ planen viele Aktionen für Werdohl

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Von: Michael Koll

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Die LenneLeute sprühen vor Tatenlust: Die Köpfe hinter dem noch zu gründenden Verein sind (obere Reihe v. l.) Gerd Schlotmann, Pierre Schwark, Marcel Rostek, Denise Baumgart und Chris Toepke sowie (untere Reihe v. l.) Christian Reiche, Luis Weimar, Nina de Las Heras und Philipp Müller.
Die LenneLeute sprühen vor Tatenlust: Die Köpfe hinter dem noch zu gründenden Verein sind (obere Reihe v. l.) Gerd Schlotmann, Pierre Schwark, Marcel Rostek, Denise Baumgart und Chris Toepke sowie (untere Reihe v. l.) Christian Reiche, Luis Weimar, Nina de Las Heras und Philipp Müller. © Koll, Michael

Die „LenneLeute“ wollen etwas bewegen vor Ort. Eine erste Veranstaltung ist ihnen bereits am 1. Mai geglückt. Und sie planen eine ganze Menge mehr.

Werdohl – „Man müsste mal alle zusammen bringen, die in der Stadt etwas machen wollen.“ – „Vor allen Dingen müssten ein paar Jüngere dabei sein.“ – Als der heimische Transportdienstleister Gerd Schlotmann diese Sätze einmal mehr hörte, sprach er mit Werbeexperte Chris Toepke darüber. Die beiden machten Nägel mit Köpfen – und zwar schon nach kurzer Zeit mit Erfolg.

Anfang April war es, als die zwei zu den Initiatoren der „LenneLeute“ wurden. Bereits am 1. Mai führten sie mit der ersten Eröffnung der Lennefontäne nach der Corona-Zwangspause ihre Premieren-Veranstaltung durch. Der von der jungen Gruppierung betriebene Bierwagen kam sehr gut an. Besucher wie auch die „alten Hasen“ der jährlichen Fontänen-Eröffnung – Bürgerstammtisch wie Shanty-Chor – waren begeistert.

Neben Schlotmann und Toepke gehören unterdessen sieben weitere engagierte Werdohler zu den LenneLeuten: Denise Baumgart, Nina de Las Heras, Philipp Müller, Christian Reiche, Marcel Rostek, Pierre Schwark sowie Luis Weimar.

Dieses Personal rekrutiert sich aus einem heimischen Brandschutz-Dienstleister, einem Malermeisterbetrieb, der Firma Event-Performance, dem Verein „Alt Werdohl Kulturförderung“ und hat mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Werdohler Jungschützen auch Beziehungen zum Schützenverein der Innenstadt.

„Außerdem kooperieren wir mit dem Bürgerstammtisch, mit welchem wir uns regelmäßig austauschen“, erzählt Müller. „Nach seinem Urlaub tausche ich mich mit Bürgermeister Späinghaus aus. Und auch mit der neuen Kulturbeauftragten in der Verwaltung – Fabienne Glänzel – werde ich sprechen“, teilt Toepke seine Pläne für die kommenden Wochen mit. De Las Heras hingegen verkündet: „Und habe bereits mit allen Wirten in der Stadt gesprochen und Kontakt zum Kulturausschuss-Vorsitzenden Lutz Hoffmann aufgenommen.“

Mit anderen Worten: Es sind erst sechs Wochen vergangen seit der vagen Idee zur Gründung einer Gruppierung namens LenneLeute. Doch schon sitzen die Köpfe des noch zu gründenden Vereins – momentan arbeiten sie eine Satzung aus – in LenneLeute-T-Shirts da und die Ideen sprudeln.

Viele junge Leute wollen in Werdohl gerne alles auf den Kopf stellen und das Stadtzentrum beleben.

Christian Reiche, Mitglied der neuen Gruppe „LenneLeute“

Müller etwa telefoniert derzeit viel: „Ich habe Kontakt zu 15 Winzern aufgenommen.“ Er möchte mit den LenneLeuten das vom Bürgerstammtisch einst ins Leben gerufene Bürgerbrückenweinfest bereits in diesem Jahr wieder auf die Beine stellen. „Doch das wird sportlich – es könnte einfach zu kurzfristig sein“, ist er zugleich skeptisch wie auch ehrgeizig.

Doch nicht nur Traditionsveranstaltungen wie die Fontänen-Einweihung und das Weinfest wollen die LenneLeute betreuen. Reiche drückt es folgendermaßen aus: „Viele junge Leute wollen in Werdohl gerne alles auf den Kopf stellen und das Stadtzentrum beleben.“ Müller betont sogleich, „dass wir aber von Grund auf etwas verändern wollen“.

Etablierte Feste sollen gleichberechtigt neben neuen Ideen stehen, verdeutlicht de Las Heras. „Und wir wollen Dinge wiederbeleben, die eingeschlafen sind“, sagt sie –und sie zählt auf: „Wir wollen die Ruderregatta auf der Lenne wieder anbieten, das Entenrennen auf dem Fluss, das Seifenkistenrennen auf dem Riesei und auch Open-Air-Konzerte wie sie die Werdohler Schützen mal angeboten haben.“

Der Elan der LenneLeute trägt Früchte. Eine schleunigst eingerichtete Facebook-Gruppe hat – Stand Mittwoch – bereits 360 Follower. „Instagram wird folgen“, kündigt de Las Heras an.

Während die LenneLeute all dies planen, steht eins bereits fest: Es wird auch am 1. Mai 2023 wieder einen Bierwagen des Vereins bei der Eröffnung der Lennefontäne geben. „Wir wollen ihn dann aber auch einen Tag früher aufstellen – und mit einem DJ am Abend zuvor auf dem Goetheparkplatz einen Tanz in den Mai veranstalten.“ Sicher ist jetzt schon: Die Werdohler Schützen werden rund um den Maifeiertag wieder ihre Kirmes durchführen – den LenneLeuten sei Dank.

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