Sicherung mit Hochdruck

Reichlich Staub aufgewirbelt: Mit dem Spezialbagger werden die Löcher in den Fels gebohrt.

WERDOHL ▪ Der Schreitbagger hängt wie eine Spinne am Hang und erledigt per Fernsteuerung seine Aufgabe. Es wird gebohrt und gehämmert. In die Löcher werden später die Stützen für den Fangzaun versenkt und hier verankert. Die Hangsicherung entlang der Bundesstraße 236 läuft mit Hochdruck.

Im Bereich vor der Einmündung Höllmecke ist der nächste Bauabschnitt mit Beginn dieser Woche in Angriff genommen worden. Straßen NRW-Sprecher Michael Overmeyer hat zwar keinen exakten Zeitplan vorliegen, rechnet hier aber mit etwa drei Monaten weiterer Bauzeit. In Höhe Kettling wird in einem anderen Abschnitt in der nächsten Woche die Baustelle in Richtung Plettenberg versetzt. Eingerichtet ist jetzt außerdem der Bereich an der B 229 in Eveking, wo in den kommenden rund zwei Monaten ebenfalls der Hang gesichert werden soll. Ziel ist in allen Bereichen, dass keine Steine oder Bäume auf die Straße fallen können. Im Bereich Bauckloh (an der B 236) wird innerhalb von zwei Wochen außerdem noch ein leichter Fangzaun errichtet. Im Anschluss erfolgt die sich über geschätzte sechs Monate hinziehende Hangsicherung in Richtung Teindeln. „Bei Felssicherungen kann kein exakter Zeitplan erstellt werden. Da gibt es zu viele Unwägbarkeiten“, relativiert Overmeyer die Zeitvorgaben zugleich.

Autofahrer unter Zeitdruck sollten die Strecken zumindest während des Berufsverkehrs meiden. Seit Einrichtung der schon vorhandenen Baustellen im April sind die Straßen nur einspurig befahrbar. Ampeln regeln den Verkehr. Teils lange Wartezeiten sind die Folge.

Einen Blick auf die Baustelle zu werfen, ist für an Bauarbeiten Interessierte lohnenswert. Neben den Spezialmaschinen, die zum Einsatz kommen, ist es besonders die extreme Hanglage, welche die Arbeiter vor Herausforderungen stellt. Für Straßen NRW im Einsatz ist eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Firmen mit vier Trupps. Diese sind einen Großteil der Bauzeit damit beschäftigt, die Löcher in den Fels zu bohren, bevor dann die Stahlanker gesetzt werden können, die mit Beton verfüllt werden. Abschließend wird noch ein großes Stahlnetz gespannt.

Marco Fraune

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