Abgerundete Ecken und Fallschutzmatten

Den Kletterturm dürfen die Kinder nur mit rutschfesten Schuhen benutzen.

Werdohl -  Ausgelassen spielen ein paar Jungen in der Kita „GerneGroß“ auf dem Kletterturm. Immer wieder lassen sie sich aus den unteren Löchern fallen. Passieren kann ihnen dabei nichts – sie landen sanft auf dicken Fallschutzmatten. Damit sie nicht ausrutschen, dürfen sie das Gerät nur mit rutschfesten Schuhen besteigen.

Kinder toben und spielen gern. Dabei wissen sie meist nicht, welche Gefahren ihnen drohen können. Umso wichtiger ist es, die Kleinen vor Verletzungen zu schützen. Das gilt nicht nur für das Zuhause. Auch im Kindergarten sollen die Mädchen und Jungen gefahrlos spielen können. In der Kita „GerneGroß“ wird das Thema Sicherheit daher ganz groß geschrieben.

Schnell kann es passieren, dass Kinder sich mit heißem Wasser verbrühen. Um dem vorzubeugen, sind die Amaturen in den Bädern „so angebracht, dass sie nicht wärmer als 42 Grad Celsius werden“, erklärt Peter Erwig von der Bauaufsicht. Kinder rennen gern durch die Räume. Dabei kommt es auch immer wieder zu Stürzen. Damit diese ohne aufgeschlagene Knie enden, seien rutschhemmende Böden verarbeitet worden. So befänden sich in allen Gruppenräumen Teppiche. Zudem sei der Bodenbelag zum Beispiel im Mehrzweckraum, in dem sich die Kleinen zum Toben aufhalten, extra dick ausgelegt. Die Ecken an den Wänden sind mit abgerundetem Holz verkleidet.

„Wo es die Möglichkeit gab, die Unfallgefahr zu mindern, haben wir sie genutzt“, sagt Erwig. Und so sind sämtliche Steckdosen von innen gesichert. Aber auch wenn die Gefahr eines Stromschlags nicht gegeben ist, halten die Erzieher die Kinder von den Dosen fern. „Wir haben immer ein Auge auf sie“, erklärt Einrichtungsleiterin Silke Hopmann-Wiederspahn.

Das gilt auch für den Schaukel- und Kletterbereich. Um zu verhindern, dass das schaukelnde Kind ein anderes stößt, achten die Erzieher stets darauf, dass immer nur ein Kind an der Schaukel ist. Sollte dieses mal runterfallen, landet es weich auf Fallschutzmatten. Die befinden sich in nahezu allen Räumen. Streben an den Spielgeräten stehen dicht zusammen, „dass kein Kopf durchpasst“, erklärt die Kindergartenleiterin. Auch seien die Umrandungen teilweise bis an die Decke gebaut, so dass die Kleinen nicht darüber klettern können.

Für das sichere Benutzen der Treppen sorgen Geländer in unterschiedlichen Höhen. Selbiges gilt im Badezimmer. Dort sind die Waschbecken den Größen der Kinder angepasst. In der Küche, dem sogenannten Kinderrestaurant gehen die Kleinen den Erzieherinnen bei der Zubereitung des Frühstücks begeistert zur Hand. Erhöhungen mit Hockern rund um den Tresen verhindern, dass sich die Kinder beim Helfen auf Stühle stellen müssen. Sämtliche Küchengeräte und Besteck sind in Schränken mit Kindersicherungen untergebracht.

Große Fenster ermöglichen den Kindern einen herrlichen Blick über Werdohl. „Die Stadt liegt ihnen hier geradezu zu Füßen“, sagt Hopmann-Wiederspahn. Oft säßen die Kleinen auf den Fensterbänken und suchten ihre Wohnhäuser, weiß eine Erzieherin zu berichten. Öffnen können die Kinder die Fenster nicht – alle sind abschließbar.

Von Jana Peuckert

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