Händler wünschen sich Leben in der Stadt

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Andrea Brockhaus-Passenheim, Carsten Fromm, Svenja Rapp und Peter Ebener (von oben links) im Uhrzeigersinn sprechen über ihre Erwartungen an das neue Jahr.

Werdohl - 2016 geht zu Ende - doch was bringt das neue Jahr? Wir haben uns einmal umgehört in der Werdohler Innenstadt. Vier Menschen mit unterschiedlichen Plänen und Erwartungen kommen zu Wort. Ein Thema eint aber alle: die Situation in der Innenstadt.

Eigentlich wünscht sich Svenja Rapp, dass im nächsten Jahr „alles so bleibt, wie es ist“ – eigentlich. Denn tatsächlich ändert sich 2017 vieles im Leben der jungen Plettenbergerin. Am 10. Januar beendet sie ihre Ausbildung im Lennetaler Reisebüro. Und dann beginnt für sie der Weg in eine ganz andere berufliche Laufbahn. „Im Herbst beginne ich ein Englisch- und Wirtschafts-Studium. Ich möchte Lehrerin an einem Berufskolleg werden.“

Heute aber wird sie zunächst mit der Familie den Jahreswechsel feiern. „Es gibt ein Büfett mit ganz vielen Kleinigkeiten – von allem etwas.“ Um Mitternacht werden dann auch „zwei, drei Batterien“ Knallerei gezündet. „Dafür sind bei uns aber die Männer zuständig“, verrät Rapp.

Mehr Laufkundschaft

Für ihren Noch-Arbeitgeber hofft sie, dass „jetzt, wo die nervige Baustelle auf dem Brüninghaus-Platz weg ist, alles ansehnlicher wird und das Reisebüro nicht mehr so abgeschirmt ist“. Der Sommer, wenn alles grünt, werde „bestimmt schön. Und wenn der Wochenmarkt auch noch hierhin kommt, gibt es bestimmt auch mehr Laufkundschaft.“

Genau das Gegenteil befürchtet Andrea Brockhaus-Passenheim vom Schuh-Geschäft in der Fußgängerzone: „Der Weihnachtsmarkt wurde uns schon genommen – und jetzt vielleicht auch noch der Wochenmarkt.“ Sie wünscht sich eine Aufwertung des Colsman-Platzes. „Der Brunnen muss gereinigt werden. Und der Verweil-Charakter des Platzes muss gestärkt werden. Man könnte beispielsweise die Bäume mit Strahlern beleuchten.“

Tafel-Spende statt Knallerei

Um Silvester zu feiern, fährt Brockhaus „mit Freunden nach Eisborn in die Antoniushütte. Das wird ganz ruhig und gemütlich.“ Auf die Knallerei um Mitternacht verzichten sie dabei: „Ich spende lieber – und zwar an die Werdohler Tafel.“

Ebenso hält es Peter Ebener. Der WK-Geschäftsführer geht aber „um 12 Uhr auf den Balkon“, um sich das Feuerwerk seiner Nachbarn anzuschauen. Bis dahin wird er den Silvester-Abend allein zuhause verbringen. Für 2017 wünscht er sich, „dass der neue Brüninghaus-Platz jetzt auch bespielt und mit Leben gefüllt wird. Der Weihnachtsmarkt hat ja schon gezeigt, was alles möglich ist.“ Ebener regt neue Veranstaltungsformen an – „etwa ein jährliches Frühlingsfest“.

Carsten Fromm hat sich schon Gedanken gemacht: „Viele Aktionen geplant für den sehr schönen neuen Platz“ habe er, ohne schon etwas verraten zu wollen. Deshalb sehe er auch „sehr positiv ins neue Jahr“. Silvester plant er bei sich zuhause in Lünen eine große Party: Familie und Freunde – zusammen 15 Personen – habe er eingeladen, die auch alle bei ihm übernachten würden. Um Mitternacht würden sieben Batterien gezündet. Zudem gebe es eine Fackelwanderung durch den Wald.

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