Nur noch kurze Touren

SGV Versetal: Der Nachwuchs fehlt

13 Mitglieder der SGV-Abteilung Versetal wanderten am Samstag eine rund sechs Kilometer lange Runde ab Altenmühle in Richtung Wiesenhang. Dabei ging es mit vielen schönen Ausblicken durch Ludemert, Wäschesiepen und Bubbecke zurück nach Altenmühle.
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13 Mitglieder der SGV-Abteilung Versetal wanderten am Samstag eine rund sechs Kilometer lange Runde ab Altenmühle in Richtung Wiesenhang. Dabei ging es mit vielen schönen Ausblicken durch Ludemert, Wäschesiepen und Bubbecke zurück nach Altenmühle.

„Wir blicken positiv in die Zukunft. Auch, wenn es für uns nicht leichter wird“, stellt Gerd Bölling fest.

Der Vorsitzende der Abteilung Versetal im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) berichtet, dass der Verein bisher relativ gut durch die Corona-Krise gekommen sei. Allerdings hakt es an anderer Stelle: Die Wanderfreunde sind im Durchschnitt älter als 70 Jahre.

„Wir haben momentan 131 Mitglieder“, berichtet der Vorsitzende. In diesem Jahr hätten sechs Mitglieder die SGV-Abteilung verlassen, vier seien dazu gekommen. „Vielleicht hat der eine oder andere die Corona-Krise zum Anlass für die Kündigung genommen. Schließlich konnte ja auch lange Zeit nichts stattfinden.“ Doch in der Regel seien es gesundheitliche Gründe, die ausschlaggebend seien. „Einige ziehen im Alter natürlich auch weg aus Werdohl“, sagt Bölling.

Drei Wanderungen durchgeführt

Dennoch: Der „harte Kern“ habe sich sehr gefreut, dass nach der langen Corona-Zwangspause, die im November begonnen hatte, inzwischen die dritte Wanderung in diesem Jahr stattfinden konnte. „Bei der ersten Wanderung waren gleich 26 Teilnehmer dabei. Und zur Einkehr kamen dann noch weitere dazu, die nicht mehr so gut zu Fuß sind“, erzählt der Vorsitzende.

Aufgrund des Altersdurchschnitts der Aktiven seien die Wanderstrecken in der Regel nicht länger als sechs Kilometer. „Und wir suchen möglichst immer nach einer Einkehrmöglichkeit. Die Geselligkeit wird in unserer Abteilung groß geschrieben“, unterstreicht Gerd Bölling.

Jugendarbeit findet nicht statt

Der 77-Jährige hofft, dass sich jüngere Wanderfreunde finden, die Interesse an einer Mitgliedschaft haben. „Wer in Rente oder Frührente geht, der hat eventuell die Zeit zum Wandern.“ Dass bei der SGV-Abteilung im Versetal keine Jugendarbeit stattfindet, und auf diesem Wege keine jüngeren Mitglieder geworben werden können, bedauert der Werdohler. Der Grund ist allerdings einleuchtend: „Wir haben leider keine Mitglieder, die das übernehmen könnten.“

Um das Wegenetz im Versetal müsse sich die Abteilung zum Glück nicht mehr kümmern. „Das wäre uns einfach nicht möglich“, sagt Bölling. Der Hauptverein bemühe sich um die Pflege des Wegenetzes im Versetal, das aber nicht mehr so umfassend sei, wie noch vor einigen Jahren. „Neue Bänke stellen wir nicht mehr auf, aber die Pflege der vorhandenen Bänke übernehmen wir noch selbst“, sagt Bölling, und bedankt sich bei Helfern aus dem Versetal, die den Wanderfreunden dabei zur Hand gehen würden.

Wieder regelmäßige Angebote

Wenn die Corona-Pandemie den Versetalern keinen Strich durch die Rechnung macht, sollen jetzt wieder regelmäßig Wanderungen durchgeführt werden. Auch Fahrten seien geplant, berichtet Bölling: „Interessenten sind willkommen.“

Wer sich für das Angebot der SGV-Abteilung Versetal interessiert, kann sich im Internet unter www.sgv-versetal.de informieren und findet dort Kontaktdaten.

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