Sexueller Missbrauch? Werdohler streitet vor Gericht alle Vorwürfe ab

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Werdohl/Altena - Sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren wirft die Staatsanwaltschaft einem heute 20-jährigen Werdohler vor. Der junge Mann soll Ende 2017 bei zwei verschiedenen Gelegenheiten zwei zwölfjährige Mädchen in sexueller Absicht angefasst, geküsst und weitergehend bedrängt haben.

Im Amtsgericht Altena wies der Angeklagte alle Vorwürfe zurück und versicherte, „dass das alles so nicht geschehen ist“. Der 20-Jährige räumte ein, dass sich ihm eines der Mädchen habe nähern wollen. „Aber ich habe das abgeblockt.“ Nichts sei dran an den Vorwürfen: „Ich habe es nicht nötig, irgendwelche Zwölfjährigen anzugehen.“ 

Falschbelastung wird zum Thema 

Das ließ beim Jugendschöffengericht die Frage nach einem Motiv für eine mögliche Falschbelastung durch die Zeuginnen aufkommen. Der Angeklagte brachte einen möglichen Racheakt aus angeblich verschmähter Liebe ins Spiel: Eine der beiden habe ihm „eine reindrücken“ wollen, die andere „war bei mir – aber da ist überhaupt nichts passiert“. 

Da beide Zeuginnen mit Rücksicht auf die sensible Vernehmung noch nicht geladen waren, vertagte das Gericht die Verhandlung. Zur Aufklärung der Vorwürfe sind die Zeugenaussagen der beiden Mädchen nach derzeitigem Stand unverzichtbar.

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