Täter schlagen in Werdohl und Balve zu

Serie der bewaffneten Raubüberfälle im Märkischen Kreis geht weiter

Bei den Überfällen in Werdohl und Balve drohten die Täter jeweils mit einer Schusswaffe.
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Bei den Überfällen in Werdohl und Balve drohten die Täter jeweils mit einer Schusswaffe.

Die Serie der bewaffneten Raubüberfälle im Märkischen Kreis geht weiter. Am Dienstagabend schlugen zwei Täter in Werdohl und Balve zu, überfielen einen Discounter und einen Getränkemarkt.

Die Polizei geht davon aus, dass ein Zusammenhang zu den Taten in Neuenrade und Menden besteht, wo in der vergangenen Woche ebenfalls ein Getränkemarkt beziehungsweise ein Kiosk überfallen worden waren.

„Nach bisherigem Stand der Ermittlungen ist ein Zusammenhang zu den Taten in Neuenrade und Menden nicht auszuschließen. Ob die Taten von denselben Tätern begangen wurden, wird mit Hochdruck geprüft“, heißt es in der Mitteilung der Polizei wörtlich.

Täter flüchteten in Richtung der Bahngleise

Zunächst schlugen die Kriminellen in Balve zu. Um 18.20 Uhr betrat einer der Räuber den Rewe-Getränkemarkt an der Hönnetalstraße. Unter Vorhalt einer Schusswaffe forderte er Bargeld aus der Kasse, während der zweite Täter außerhalb „Schmiere stand“. Mit ihrer Beute flüchteten beide zu Fuß zwischen Rossmann-Drogerie und Getränkemarkt in Richtung der Bahngleise.

Der Haupttäter ist laut Polizeimitteilung männlich, zwischen 20 und 30 Jahren alt und trug bei der Tat einen weißen Kapuzenpullover. Der Mittäter ist ebenfalls männlich und war dunkel gekleidet.

Räuber stellt sich im Netto-Markt in die Kundenschlange

Zweieinhalb Stunden später schlug wohl dieses Duo erneut zu. Diesmal am Pungelscheider Weg in Werdohl. Gegen 20.50 Uhr betrat der Täter den dortigen Netto-Markt. Er stellte sich in die Warteschlange und täuschte einen Einkauf vor, während der zweite Täter auch hier als Aufpasser vor dem Markt blieb. Als er den Kassierer erreichte, bedrohte er ihn mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Mehrere Zeugen bekamen den Vorfall mit. Mit ihrer Beute flüchteten beide Täter zu Fuß hinter den Supermarkt in Richtung Alt Pungelscheid/Neubaugebiet Riesei.

Im Netto-Markt in Pungelscheid hat der Raubüberfall stattgefunden.

Hier beschrieben die Zeugen den Haupttäter als männlich, etwa 19 bis 25 Jahre alt und 1,70 bis 1,85 Meter groß. Er soll dunkle Augen haben, Beim Überfall trug er eine medizinische Maske und Einweghandschuhe, einen dunklen Kapuzenpullover und eine schwarze Jogginghose. Sein Mittäter wird als etwa 1,70 Meter groß beschrieben und altersmäßig auf Ende 20 bis Anfang 30 Jahre geschätzt, Er trug eine graue Kapuzenjacke, ein weißes T-Shirt sowie eine kurze graue Hose.

Vorgehen war auch in Neuenrade und Menden ähnlich

Diese Beschreibung und auch das Vorgehen passt jeweils in etwa auf die beiden Männer, die auch in Neuenrade und Menden-Lendringsen zuschlugen. In Neuenrade überfielen sie am 21. April gegen 19.15 Uhr den Rewe-Getränkemarkt am Haller Weg, in Lendringsen am Folgetage gegen 8.45 Uhr einen Lottoladen an der Lendringser Hauptstraße.

Mit dieser Aufnahme einer Überwachungskamera aus dem Neuenrader Markt sucht die Polizei nach dem Haupttäter.

In beiden Fällen bedrohte ein Täter die Kassiererinnen mit einer Schusswaffe und erbeutete Bargeld und im Kiosk auch Zigaretten, während der andere Täter im Eingangsbereich Wache hielt. Nach dem Überfall in Neuenrade hatte die Polizei eine Aufnahme der Überwachungskamera veröffentlicht, die den Haupttäter zeigt. Konkrete Hinweise zur Identität der beiden Räuber waren in der Folge allerdings zunächst nicht bei der Polizei eingegangen. Ob auch nach den Überfällen in Balve und Werdohl Videomaterial zur Verfügung steht, teilte die Polizei zunächst noch nicht mit.

Polizei ermittelt wegen schweren Raubes

Diese ermittelt in allen vier Fällen wegen schweren Raubes und sucht weiterhin dringend Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können. Hier insbesondere mehrere Personen in Balve. „Im Getränkemarkt hielten sich zur Tatzeit zwei Kunden im Geschäft auf, die die Tat mitbekommen, sich jedoch unmittelbar entfernt haben sollen. Gleiches gilt für einen Zeugen, der die Flucht der Täter vor dem Geschäft beobachtet haben soll“, schreibt die Polizei. Im Falle der Ergreifung der Täter sieht der Gesetzgeber für schweren Raub eine Haftstrafe von mindestens drei Jahren vor.

Hinweise zu den Überfällen nimmt jede Polizeidienststelle in der Region entgegen. Die Wache in Werdohl ist zu erreichen unter Tel. 02392/93990.

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