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Seniorin betrogen: Falsche Polizisten im Märkischen Kreis erneut erfolgreich

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Von: Markus Wilczek

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Falsche Polizisten hatten jetzt bei einer Seniorin aus Werdohl Erfolg.
Falsche Polizisten hatten jetzt bei einer Seniorin aus Werdohl Erfolg. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Falsche Polizisten waren im Märkischen Kreis einmal mehr erfolgreich. Sie ergaunerten sich die Bankkarte samt Pin-Nummer einer Seniorin und hoben Geld von deren Konto ab. Die Polizei warnt.

Falsche Polizisten haben im Märkischen Kreis wieder zugeschlagen. Zu Wochenbeginn fielen zwei viel zu gutgläubige Werdohlerinnen auf die Betrüger herein. Mutter und Tochter wurden am Montagnachmittag Opfer der falschen Polizisten.

Gegen 14 Uhr rief zunächst ein vermeintlicher Mitarbeiter der „Prüfungsstelle“ einer Bank an. Die 69-jährige Tochter nahm ab. Der Mann am Telefon erzählte, dass es Unstimmigkeiten mit der Bankkarte der 88-jährigen Mutter gebe, da ein großer Betrag abgebucht worden sei. Man müsse jetzt Karte und Pin-Nummer durch die Polizei prüfen lassen.

Betrüger schicken „Zivilfahnderin“

Anschließend gab er das Gespräch an einen angeblichen Mitarbeiter der Kriminalpolizei weiter. Dieser teilte der 69-Jährigen mit, dass er eine „Zivilfahnderin“ schicken werde, welche die Bankkarte mit zugehöriger Pin-Nummer prüfen werde. Die 69-Jährige gab die Pin-Nummer am Telefon heraus.

Zeitnah, gegen 15 Uhr, klingelte es im Anschluss an der Tür. Eine etwa 35 Jahre alte und rund 1,65 Meter große Frau mit schwarzen, zu einem Zopf gebundenen Haaren und einer schwarzen Jacke stand vor der Tür. Sie hielt ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display stand „Kriminalpolizei“. Die 69-Jährige gab ihr die Erst- und Zweitkarte des Kontos der 88-Jährigen „zur Prüfung“.

Mit Karte Geld vom Konto abgehoben

Als die angebliche „Zivilfahnderin“ nicht mehr wieder kam, wendete sich Mutter und Tochter an die Bank. Dabei stellte sich heraus, dass bereits gegen 16 Uhr durch die Betrüger in einer Bankfiliale in Lüdenscheid Geld vom Konto der 88-Jährigen abgehoben wurde. Deshalb informierten die beiden Werdohlerinnen die Polizei. Wie hoch die Geldsumme ist, die die Betrüger erbeuteten, teilte die Polizei nicht mit.

Stattdessen warnt die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis einmal mehr vor dieser Betrugsmasche. Immer wieder schafften es falsche Polizeibeamte und andere Telefonbetrüger Senioren mit ihren erfundenen Geschichten unter Druck zu setzten. „Seitens der Polizei wird eindringlich darauf hingewiesen am Telefon gegenüber niemandem Auskunft über Vermögen, Passwörter oder Pin-Nummern zu geben. Beenden Sie beim kleinsten Zweifel das Telefonat und vergewissern Sie sich bei der Polizei oder dem Kreditinstitut im Zweifelsfall über die Echtheit des Anrufs“, teilt die Polizei mit.

Bei der Suche nach den Betrügern hofft die Polizei auch auf mögliche Zeugenhinweise. Sachdienliche Hinweise nimmt die Wache in Werdohl unter Tel. 02392/93990 entgegen.

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