Seniorenzentrum Werdohl: Bestnoten für die Pflege

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Freuen sich über die zahlreichen Auszeichnungen des Seniorenzentrums Werdohl (von links): Barbara Roicke von der Verwaltung, Doris Krüger vom sozialen Dienst, Wohnbereichsleiter Olaf Bardtke und Einrichtungsleiterin Sonia Tabiadon.

Werdohl - „Für uns ist das ein sehr gutes Marketing“, freut sich Sonia Tabiadon, Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums Werdohl, über die Aufnahme in eine Top-100-Liste des Nachrichtenmagazins „Focus“. Das Werdohler Haus gehört demnach zu den 100 besten Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Aufgeführt ist auch die Sonderauszeichnung „Grüner Haken“.

Von Volker Heyn

Im Jahr 2013 wurde das Werdohler Seniorenzentrum vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen beim so genannten Pflege-Tüv mit der Note 1,0 ausgezeichnet. Nur Häuser, die mit der glatten Eins bewertet wurden, hatte der „Focus“ zur freiwilligen Teilnahme aufgefordert.

Der hat jetzt in einem Sonderheft „Leben und Wohnen im Alter“ deutschlandweit Altenpflegeeinrichtungen aufgelistet. Insgesamt sind 856 Häuser beschrieben, die so genannten „Top-Pflegeheime in Deutschland“.

Die Konkurrenz war sehr groß, schließlich gibt es allein im Märkischen Kreis mehr als 80 Pflegeeinrichtungen. Davon sind nur die beiden Seniorenzentren in Lüdenscheid und Werdohl sowie das cms-Seniorenzentrum in Herscheid auf der „Focus“-Liste.

„Eine bessere Benotung als 1,0 gibt es nicht“, so Sonia Tabiadon. Die Gesamtnote setzt sich aus den Bereichen Pflege, Umgang mit dementiell Erkrankten, hauswirtschaftliche Leistungen, Leistungen des sozialen Dienstes und Bewohnerbefragung zusammen. Lediglich in der Pflege gab es eine 1,1, überall sonst die glatte Eins. „Jetzt warten wir auf die aktuelle Benotung des MDK“, so Tabiadon. Die Prüfung war im September abgeschlossen worden, das Ergebnis sei noch nicht öffentlich.

Das Sonderheft des Nachrichtenmagazins liegt seit ein paar Tagen vor, Tabiadon ist mit dem Inhalt und der Aufmachung sehr zufrieden. „Ich finde viele Beiträge sehr gut recherchiert“, sagt die Fachfrau. Es sei eine „wirklich gut gemachte und informative Ausgabe.“ Vielen Menschen dienten solche Veröffentlichungen zur Orientierung, meint die Hausleiterin.

Besonders stolz ist das Haus auf die zusätzliche Auszeichnung „Grüner Haken“, die auch im „Focus“ erwähnt wurde. „Den Grünen Haken haben nicht viele Einrichtungen“ – das lässt sich mit einem Blick auf die Liste auch gut belegen.

Diese Auszeichnung des Verbraucherministeriums des Bundes kennzeichnet Häuser, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine ganz besondere Lebensqualität bieten. Ein Kriterium sei, dass im Seniorenzentrum nicht fixiert werde und dass es keine festen Besuchszeiten gebe.

„Wir sind ein offenes Haus“, betont Tabiadon. Zum Marketing gehört auch die Preisangabe: 1810 Euro kostet das Haus im Monat bei Pflegestufe 1, 2155 Euro bei Stufe 2 und 2509 Euro bei Stufe 3.

Ab Januar werde die Betreuung bis 22 Uhr ausgedehnt, das erfordere nur noch einige neue personelle Strukturen. Wünschenswert sei auch, am Wochenende genauso personalintensiv zu arbeiten wie wochentags.

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