Seit zehn Jahren offene Christuskirche

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Mit einer Andacht, die Dirk Grzegorek und Rüdiger Schmale (von rechts) gemeinsam gestalteten, begann der kleine Festakt zum „Zehnjährigen“ der offenen Christuskirche.

Werdohl - Für einige Minuten aus dem Stress des Alltags entfliehen, im mit Kerzen beleuchteten Raum der Kirche zur Ruhe kommen: Seit zehn Jahren nutzen viele Menschen diese Gelegenheit – donnerstags in der offenen Christuskirche. Am Donnerstag feierte die Evangelische Kirchengemeinde den zehnten Geburtstag der Aktion.

Gewürdigt wurde dieses Datum mit einer Andacht und einem kleinen Empfang in der Kirche, an dem neben Pfarrer Dirk Grzegorek und Pfarrer i.R. Rüdiger Schmale viele der Ehrenamtlichen teilnahmen, die die „offene Kirche“ überhaupt erst möglich machen. Auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh nahm sich Zeit, um mit den Pfarrern und den Ehrenamtlichen zu reden. In der Adventszeit 2004 wurde die Tradition der offenen Christuskirche begründet – seitdem ist nie ein Vormittag ausgefallen, sagt Rüdiger Schmale.

Er hat beobachtet, dass es vielen Besuchern der offenen Kirche wichtig ist, eine Kerze anzuzünden und damit vielleicht ihre Sorgen abzugeben. „Das ist eine gute Geste, um mit Gott ins Gespräch zu kommen“, sagte auch Grzegorek. Die ehrenamtlichen Helfer berichten, dass den meisten Menschen die Stille in der Kirche am wichtigsten ist. „Manche haben gerade etwas Schweres erlebt“, erzählt einer aus den Teams. Und wenn doch jemand das Bedürfnis zu einem Gespräch, hat, „dann sind wir da“, sagt Elke Müller. Oft kämen ehemalige Werdohler, die schon lange nicht mehr in der Stadt wohnen, um in der Kirche in Erinnerungen zu schwelgen, zum Beispiel an die eigene Konfirmation, aber auch Touristen aus den Niederlanden seien bereits gekommen, berichten Fred und Erika Müller.

Die Christuskirche ist an den Markttagen jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Jeweils zu zweit sind die Ehrenamtlichen vor Ort. Zusätzliche Öffnungszeiten am Nachmittag haben sich nicht bewährt, so Schmale. Während der Öffnungszeiten wechseln sich zwei Teams ab. Unter den rund 40 Ehrenamtlichen gibt es viele feste Zweiergruppen, da sind auch schon Freundschaften entstanden. Elke Müller hebt die Gemeinschaft hervor, die unter allen Helfern aus den verschiedenen Bezirken entstanden ist. - Von Bettina Görlitzer

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