Seit dieser Woche: Es weihnachtet sehr in Werdohl

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Das komplette Weihnachtssortiment gibt es mittlerweile in der oberen Etage des WK-Warenhauses: Geschäftsführer Peter Ebener und sein Team dekorierten in dieser Woche um.

Werdohl – Noch zwei Monate sind es bis Weihnachten. Aufkommende Festtagsstimmung herrscht aber längst noch nicht bei jedem in Werdohl. Ein Gang durch die Geschäfte in der Innenstadt hinterlässt so auch ein zwiespältiges Bild: eine Bestandsaufnahme.

Wer in dieser Woche mit der Rolltreppe in die obere Etage des WK-Warenhauses fuhr, steuerte auf Mitarbeiterinnen des Kaufhauses zu, die damit beschäftigt waren, weihnachtliche Deko-Materialien aufzubauen. Geschäftsführer Peter Ebener unterstreicht: „Derartige Artikel bieten wir seit jeher erst in der Woche vor dem letzten Oktober-Wochenende an. Wir wollen das einfach nicht früher haben.“ 

Dabei weiß er: „Wir sind spät dran. In den Großstädten rundherum gibt es das alles schon seit Wochen.“ Und dann betont er: „Doch da sind wir konsequent. Auch die weihnachtlichen Süßigkeiten gibt es bei uns nie vor Mitte Oktober.“ Dabei werden die in anderen Geschäften teilweise bereits ab Anfang September in die Regale sortiert. 

Kunden freuen sich, oder rümpfen die Nase

Ebener schildert: „Einige Kunden, die heute beobachtet haben, dass wir die Dekoartikel nun aufstellen, haben sich gefreut und gesagt: ,Oh, da kommen wir morgen aber mal gucken.’“ Er wisse aber genau, dass andere auch die Nase rümpften. „Die möchten solche Waren erst nach Totensonntag in den Läden sehen“, erklärt der Geschäftsführer. Dieser Feiertag fällt in diesem Jahr auf den 24. November. 

Beim Rundgang durch die frisch dekorierte Ausstellungsfläche ist Ebener aufgefallen: „Die Trendfarben bei der Weihnachtsdeko sind in diesem Jahr Schwarz und Gold. Noch vom vorigen Jahr übrig geblieben sind Rosa und Mint. Zeitlos begehrt bleiben Artikel aus Glas und solche in weißen Tönen.“ 

Weiß als Farbe bei Dekoartikeln gefragt

Letztere sind auch begehrt bei den Kunden von Blumen Fromm. Floristin Steffi Kaminski hat beobachtet: „Viele kommen und fragen gezielt nach einzelnen Artikeln des Herstellers Tiziano.“ Und diese Deko-Artikel sind eben ausnahmslos Weiß. Weder würden mehr Werdohler nach weihnachtlichen Artikeln fragen, noch würden sie mehr kaufen, „aber sie kommen immer früher“, ist der Eindruck der Floristik-Fachkraft. Ihre Kollegin, die dies hört, nickt bestätigend. 

Bei Blumen Fromm sind Floristin Steffi Kaminski und das Team nun bereit für die Weihnachtszeit.

Kaminski überlegt und erklärt: „Die Kunden kommen bestimmt schon seit zwei Wochen mit ihren Wünschen auf uns zu.“ Doch auch bei Blumen Fromm werden gerade erst in dieser Woche die festlichen Dekoartikel in die Regale geräumt. Ebenso wie im WK möchte man dort bewusst nicht schon zum Ende des Sommers die Auslagen weihnachtlich schmücken. 

Lidl: Spekulatius und Co. jetzt in den Regalen

Gut nachempfinden kann dies auch Diana Rohrlack. Die Filialleiterin des Lidl-Marktes am Fritz-Thomee-Platz verrät: „Auch wir haben Spekulatius und Co. erst seit einer Woche im Angebot. Das machen wir jedes Jahr so. Und die Nachfrage ist auch noch mäßig.“ Zum einen seien nicht alle Kunden Christen, zum anderen sind es bis Weihnachten eben noch zwei Monate. „Aber das feuert jetzt auch erst noch“, geht sie von steigenden Absatzzahlen in den kommenden Tagen und Wochen aus. 

Im Lidl-Markt am Fritz-Thomee-Platz füllen Spekulatius und Co. nun die Regale.

Derweil sind einige Kunden zu beobachten, die vor den weihnachtlichen Süßigkeiten stehen bleiben, Marzipan und Lebkuchen in Augenschein nehmen und dann doch weiterziehen, ohne etwas davon in den Einkaufswagen gelegt zu haben. 

Dekoartikel erhellen Schaufenster

Im neuen Aldi-Markt im Bahnhofsviertel indes sind diese Leckereien schon seit September zu kaufen. Sich zum Thema Weihnachten äußern wollte sich dort jedoch niemand. 

Unterdessen waren die Mitarbeiterinnen von Woolworth an der Bahnhofstraße zu beobachten, wie sie beleuchtete Dekoartikel für die Adventszeit im Eingangsbereich aufbauten. Diese werden in den kommenden Wochen auch in den Abendstunden nach Geschäftsschluss das Schaufenster erhellen. Doch erkundigen würden sich die Kunden nach diesen Waren bereits seit September. „Die Nachfrage ist relativ hoch“, verrät eine Mitarbeiterin auf Anfrage der Redaktion. „Dabei ist ja noch gut Zeit bis zum Fest“, fügt sie hinzu. 

Lichterketten laufen bereits gut

Lichterketten, Dekoartikel und Tischketten gingen bereits häufiger über die Ladentheke. Nur nach Geschenken hielten die Kunden bislang noch keine Ausschau: „Das kommt noch.“ Ihre bisherigen Beobachtungen schildert die junge Frau so: „Die Kunden sind gar nicht so genervt von den Sachen, wie man meinen könnte. Im Gegenteil: Sie freuen sich sehr darüber.“

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