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Sehr seltener Herzfehler: Kleine Mila aus dem MK kämpft ums Überleben

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Von: Volker Griese

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Für die ehemaligen Fußballer des TuS Jahn übergaben Frank Wisnewski (links) und Willi Lechtenfeld (rechts) Florian Schmies 1000 Euro.
Für die ehemaligen Fußballer des TuS Jahn übergaben Frank Wisnewski (links) und Willi Lechtenfeld (rechts) Florian Schmies 1000 Euro. © Griese, Volker

Mila ist im Mai geboren, aber bisher hat sie von der Welt nicht mehr als das Krankenhaus gesehen. Denn Mila leidet unter einem seltenen Herzfehler.

Den ehemaligen Fußballern des TuS Jahn Werdohl ist das Schicksal des Mädchens und seiner Familie so nahe gegangen, dass sie sich zu einer finanziellen Unterstützung entschlossen haben.

Die Freude über die Geburt von Mila war groß bei den Eltern Franzi und Florian Schmies. Auch die großen Geschwister Ariana und Casey freuten sich über den Familienzuwachs, als Mila am 20, Mai das Licht der Welt erblickte. Doch sehr bald stellte sich heraus: Es wird einige Zeit dauern, bis Mila die Welt außerhalb des Krankenhauses kennenlernen wird.

Sehr seltener Herzfehler

Denn Mila leidet unter einem sehr seltenen Herzfehler, der normalerweise nur bei Menschen mit Downsyndrom vorkommt. Diese Chromosomenanomalie wurde bei der kleinen Mila nicht festgestellt, auch zeigt sich bei ihr nicht die dafür typische Kombination von geistiger Behinderung und körperlichen Fehlbildungen. „Sie ist körperlich und geistig völlig gesund – hat aber eben diesen Herzfehler“, sagt ihr Vater Florian Schmies. Dadurch habe ihr kleiner Körper dauerhaft sauerstoffarmes Blut. „Das kann jederzeit zum Tod führen“, erklärt der Vater.

13 Tage nach ihrer Geburt wurde Mila schon einmal operiert, seitdem kämpft sie ums Überleben. Eine weitere Operation, mit der die Ärzte den Herzfehler der Kleinen dauerhaft beheben wollen, wurde schon drei Mal verschoben. Für die Familie Schmies ist das eine enorme Belastung, denn Mila liegt derzeit in einer Klinik in Sankt Augustin und ihre Mutter pendelt täglich zwischen Werdohl und der Klinik. „Das sind immer 300 Kilometer“, berichtet Florian Schmies, der nicht nur mit einem Vollzeitjob den Unterhalt der Familie sichern, sondern sich zusätzlich noch um Milas größere Geschwister kümmern muss.

Große nervliche und finanzielle Belastung

Die Krankheit des jüngsten Familienmitglieds bedeutet also nicht nur eine nervliche, sondern auch eine große finanzielle Belastung. Rund 300 Euro monatlich bleiben der Familie noch zum Leben. Mittlerweile hat der Stadtelternrat ein Spendenkonto eröffnet, die Einzahlungen helfen der Familie sehr. Nun haben auch noch die ehemaligen Fußballer des TuS Jahn ihre Portemonnaies geöffnet. 1000 Euro haben Frank Wisnewski und Willi Lechtenfeld als Sprecher der Gruppe übergeben und damit bei Florian Schmies große Freude ausgelöst.

Obwohl die Familie gerade eine schwere Zeit zu überstehen hat, hat sie die Zuversicht nicht verloren. „Unser Ziel ist es, dass Mila Weihnachten bei uns zuhause ist“, erzählt Florian Schmies. Für Eltern und Geschwister wäre das sicherlich das schönste Geschenk.

Spendenkonto: Noch bis zum 15. September können auf das Spendenkonto des Stadtelternrates (Iban: DE79 4585 1020 0070 8726 19) unter dem Stichwort „Mila Löwenherz“ Spenden eingezahlt werden. Auch eine Spende über den Online-Bezahldienst Paypal ist möglich (franzi.reinfeld@outlook.de).

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