Stadtwerke ebnen Weg zur Photovoltaik-Anlage

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Werdohl - Mit Unterstützung der Stadtwerke haben Immobilienbesitzer in Werdohl und Umgebung jetzt die Möglichkeit, eine Photovoltaik-Anlage selbst zu planen. Der Versorger in Werdohl hat sich dazu mit fünf anderen Stadtwerken zusammengeschlossen.

Strom auf dem eigenen Dach erzeugen – Mit diesem Gedanken spielt wohl so mancher Hausbesitzer. Schnell kommen dabei unterschiedliche Fragen auf. Ist die Dachfläche groß genug für eine Photovoltaik-Anlage? Stimmt die Ausrichtung des Daches und kann ich den produzierten Strom speichern?

Viele vermuten hinter diesen Fragen einen komplexen und langen Planungsprozess. Dass die Planung der eigenen Photovoltaik-Anlage nicht kompliziert sein muss, zeigt ein Kooperationsprojekt mehrerer Stadtwerke im Märkischen Kreis und der Region. Auf der gemeinsamen Online-Plattform „RegioSolar“ lässt sich die eigene Solaranlage mithilfe einer intuitiven Online-Konfiguration in kürzester Zeit planen – auch bequem vom Sofa aus.

Konfiguration bis ins Detail

Projektleiter Maik Schulte von den Stadtwerken Werdohl erklärt die Möglichkeiten für interessierte Hauseigentümer: „Ein erster Solar-Schnellcheck gibt bereits nach wenigen Klicks Erkenntnisse, wie viel Strom auf dem eigenen Dach selbst produziert werden kann – und zu welchen Kosten. Für alle, die dadurch neugierig geworden sind und mehr erfahren möchten, bietet sich die Detail-Konfiguration an.“ Dabei werde nach der Eingabe aller relevanten Informationen, wie zum Beispiel dem Jahresstromverbrauch des Haushalts oder der Dachneigung, direkt das mögliche Einsparpotenzial angezeigt.

Der Solarplaner führe dabei Schritt für Schritt durch die Menüführung, sodass keine Vorkenntnisse erforderlich seien. Sogar die einzelnen Solarmodule ließen sich mittels Google-Satellitenbilder selbst auf dem Dach verteilen, um mögliche Verschattungsobjekte wie Schornsteine oder Satellitenanlagen zu berücksichtigen, erklärt Schulte. Und sollte während der Planungsphase doch einmal eine Frage aufkommen, helfe das „RegioSolar“ Team telefonisch oder per E-Mail weiter.

Anlage kaufen oder pachten

Am Ende der Konfiguration werde ein detailliertes, individuelles Angebot erstellt. Dieses beinhalte auf Wunsch auch einen mittlerweile stark nachgefragten Stromspeicher. „Sagt das Angebot zu, kann direkt online bestellt werden. Hier kann zwischen zwei Arten der Finanzierung gewählt werden. Neben dem Kauf, kann die Anlage auch bequem gepachtet werden“, erläutert Schulte, wie es nach der Planung weitergehen könnte.

„Unmittelbar nach der Bestellung vereinbart ein lokaler Elektroinstallationsbetrieb einen Vor-Ort-Termin. Der Installateur überprüft alle Angaben und die Online-Planung noch einmal direkt am Objekt. Dann kann es auch schon losgehen“, beschreibt Schulte den Weg von der Online-Konfiguration bis zur Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage, der meist nur wenige Wochen dauert.

Stadtwerke bündeln Know-How

Neben den Stadtwerken Werdohl sind auch die Stadtwerke aus Hemer, Plettenberg, Schwerte, Menden und Meinerzhagen Teil des Kooperationsprojekts „RegioSolar“. „Mit projektbezogenen Partnerschaften haben wir gute Erfahrungen gemacht. Oft finden sich gerade bei Kooperationen im Bereich der energienahen Dienstleistungen Synergieeffekte, wodurch unter anderem die Entwicklungskosten für die einzelnen Partner reduziert werden können“, erklärt der Werdohler Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow die Zusammenarbeit der Stadtwerke. Insbesondere für die Entwicklung des nutzerfreundlichen Photovoltaik-Online-Portals habe viel Know-How der sechs Stadtwerke gebündelt werden können.

Den grünen Fingerabdruck zu verbessern und gleichzeitig die eigenen Energiekosten zu senken, sei mit dem Portal des Stadtwerkeverbunds RegioSolar kinderleicht, findet auch sein Geschäftsführer Kollege aus Plettenberg, Dr. Uwe Allmann: „Für Hausbesitzer ist die eigene Photovoltaikanlage ein attraktives Modell der eigenen Energieerzeugung. Auf der einen Seite sind die Kosten für Solarmodule gesunken, auf der anderen Seite werden Speicherlösungen immer wirtschaftlicher. Gemeinsam im Stadtwerkeverbund helfen wir allen umweltbewussten Hausbesitzern den Weg in Richtung individuelle Energiewende einzuschlagen“.

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