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„Schwierige Situation“: Arbeitslosigkeit steigt weiter 

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Von: Christos Christogeros

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Die Zahl der Arbeitslosen ging in Altena im September leicht zurück.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Bereich der Arbeitsagentur Werdohl im November gestiegen. Der Zuwachs von 14 Menschen ohne Job wurde dabei ausschließlich in Neuenrade verzeichnet.  © Peter Kneffel

Noch immer belegen Werdohl und Neuenrade den traurigen Spitzenplatz im MK in Sachen Arbeitslosigkeit. Und die Zahl der Erwerbslosen steigt weiter: So meldete die Agentur für Arbeit Iserlohn für November eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen. Die Quote liegt bei 7,1 Prozent.

Werdohl/Neuenrade ‒ „Mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit liegen wir im Märkischen Kreis im November etwas unterhalb der erwartbaren saisonalen Dynamik“, erklärt Sandra Pawlas, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn. Zwar gebe es kreisweit noch mehr als 5000 unbesetzte Stellen, allerdings würden die Arbeitgeber sich weiter scheuen, neue Stellen der Arbeitsagentur zu melden. Dennoch sei der heimische Arbeitsmarkt „aufnahmefähig“ und die Arbeitgeber in der Region würden „trotz der Krisenfaktoren und Unsicherheiten versuchen, ihre Belegschaften zu halten“, so Pawlas. Es bleibe aber abzuwarten, „wie sich die schwierige konjunkturdynamische Situation der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten auf den Arbeitsmarkt auswirkt“.

Eine negative Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt, der Werdohl und Neuenrade umfasst, wurde aber bereits im November registriert: Demnach waren 1 128 Personen arbeitslos gemeldet – 14 mehr als noch im Oktober, aber immerhin noch 95 weniger als im November vergangenen Jahres.

In Werdohl blieb die Zahl der Joblosen gegenüber Oktober konstant, meldet die Agentur für Arbeit Iserlohn. 810 Werdohler waren ohne Job, davon 368 Frauen und 442 Männer.

Der Zuwachs von 14 Arbeitslosen im heimischen Bereich wurde demnach im November ausschließlich in Neuenrade registriert. 318 Personen waren dort ohne Job – 155 Frauen und 163 Männer.

Bürgergeld kommt

Zum 1. Januar 2023 wird das Bürgergeld die Grundsicherung ablösen. Die Jobcenter arbeiteten nun mit Hochdruck an der Umsetzung. „Wir werden die erhöhten Regelsätze pünktlich zum Jahreswechsel auszahlen. Unsere Kunden müssen dafür keine neuen Anträge stellen, denn das Arbeitslosengeld II geht nahtlos in das Bürgergeld über. Wer also über den Jahreswechsel hinaus Leistungen des Jobcenters bezieht, bekommt automatisch den höheren Regelsatz ausgezahlt“, erklärt Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis. Die weiteren Kernelemente des Bürgergelds griffen dann ab Juli.

„Mehr Fördermöglichkeiten bei Weiterbildungen, mehr Motivation durch das neue Weiterbildungsgeld und der Wegfall des Vermittlungsvorrangs stehen für einen klaren Fokus auf Bildung und Nachhaltigkeit der Vermittlung. „Darauf bereiten wir uns nun vor und schulen unsere Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Anna Markmann.

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