Grundstücke im Düsternsiepen finden kaum Abnehmer

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Im Baugebiet Düsternsiepen nordöstlich von Pungelscheid sind noch etliche Baugrundstücke zu haben.

Werdohl - Als „nicht befriedigend“ bezeichnete Hans-Peter Höffner, Immobilienexperte der Volksbank im Märkischen Kreis, die Situation des Grundstücksverkaufs im Baugebiet Düsternsiepen. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) gab er den Politikern am Dienstagabend einen Sachstandsbericht über die Grundstücksvermarktung.

Im Baugebiet Düsternsiepen bieten die Volksbank und die Stadt Werdohl seit 2008 auf einer Gesamtfläche von rund 53.000 Quadratmetern 61 Baugrundstücke an. Nicht einmal die Hälfte davon ist nach Höffners Worten bisher verkauft. „Für die Grundstücke unterhalb der Hochspannungsleitung im Bereich der Stavenhagener Straße gibt es absolut keine Nachfrage“, sagte er.

Höffner führt die insgesamt schwierige Lage im Düsternsiepen darauf zurück, dass „die Schere zwischen gebrauchten Immobilien und Neubauten sehr weit auseinander geht“. Mit anderen Worten: Käufer greifen lieber zu einem günstigen Altbau als zu einem teuren Neubau.

Die Volksbank, der ein großer Teil der Grundstücke gehört, werde deshalb in Kürze die Initiative ergreifen, kündigte Höffner an. „Wir werden in diesem Jahr fünf Wohnhäuser bauen. Es ist geplant, diese anschließend zu verkaufen, notfalls auch zu vermieten.“

Volksbank-Immobilienexperte Hans-Peter Höffner berichtete über die Grundstücksvermarktung im Düsternsiepen.

Errichtet werden sollen diese barrierearmen Häuser laut Höffner auf Grundstücken, die zwischen 350 und 400 Quadratmeter groß sind. Sie sollen gut 90 Quadratmeter Wohnfläche und eine Terrasse an der Südseite haben. „Damit sprechen wir insbesondere ein älteres Klientel an“, nannte Höfner auch die Zielgruppe, die die Volksbank mit diesem Projekt im Blick hat.

Der Baubeginn stehe unmittelbar bevor. Höffner: „Sobald der Frost nachlässt, soll es losgehen.“

Um die weitere Vermarktung der Baugrundstücke anzukurbeln, denke die Volksbank außerdem darüber nach, die Grundstückspreise flexibler zu gestalten, sagte Höffner weiter. Bisher wird Bauland im Düsternsiepen je nach Lage zu festen Quadratmeter-Preisen zwischen 85 und 120 Euro angeboten. Höffner: „Darüber muss mit der Stadt sicherlich einmal diskutiert werden.“
An den Straßen im Düsternsiepen werde derzeit intensiv gebaut. Er gehe davon aus, sagte Höffner, dass diese Arbeiten Ende April oder spätestens Mitte Mai abgeschlossen werden könnten. Anschließend würden die fertigen Straßenflächen dann an die Stadt übergeben.

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