Schwerpunktschule "zunächst" ausgeschlossen

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Bevor die Ausschussmitglieder sich mit Inklusionsklassen und Schwerpunktschulen beschäftigten, besichtigten sie den neuen Schulhof und Spielplatz der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen. WBG-Ratsherr Thorsten Hänel probierte die Rutsche aus.

Werdohl - Derzeit kommt eine Schwerpunktschule für Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen in Werdohl nicht in Frage. Das bekräftigte der Schulausschuss gestern einstimmig.

Cornelius Böttcher (SPD) regte an, im Vorschlag „Die Stadt Werdohl richtet keine eigenen Schwerpunktschulen ein“ den Zusatz „zunächst“ zu ergänzen. „Ich habe den Eindruck, die Landesregierung ist daran interessiert, die Inklusion weiter zu fördern“, sagte Böttcher. Das sei sicher auch mit Fördermitteln verbunden. „Den Zug sollten wir nicht verpassen.“ Der Ausschuss sprach sich einstimmig für den beantragten Zusatz aus.

Die Finanzierung ist ein Schlüsselproblem in Sachen Inklusion. Ursprünglich war die Landesregierung davon ausgegangen, dass Einsparungen im Förderschulbereich die Kosten für die Inklusion an anderen Schulen ausgleichen könnten. Die Inklusion sei aber „nicht kostenneutral zu bekommen“, teilte Regina Wildenburg von der Stadtverwaltung mit.

Derzeit stritten Landesregierung und kommunale Spitzenverbände darüber, wer die Kosten tragen müsse. Bis zur Ratssitzung am 10. März wird keine Entscheidung erwartet. Vor der Ausschusssitzung, die in der Martin-Luther-Grundschule stattfand, besichtigten die Mitglieder den neu gestalteten Schulhof samt Spielplatz. - cra

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