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Nach der Renovierung kam die Flut: Schwerer Rückschlag für Versetaler Schützen

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Von: Jona Wiechowski

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Vorsitzender Frank Herber (links) mit mehreren geehrten Mitgliedern (von links): Eckard Wiegmann (40 Jahre), Christian Crone (25 Jahre), Elsbeth Turck (50 Jahre Altkönigspaar) und Bastian Häring (10 Jahre Altkönigspaar).
Vorsitzender Frank Herber (links) mit mehreren geehrten Mitgliedern (von links): Eckard Wiegmann (40 Jahre), Christian Crone (25 Jahre), Elsbeth Turck (50 Jahre Altkönigspaar) und Bastian Häring (10 Jahre Altkönigspaar). © Jona Wiechowski

„Wir waren fertig“, sagte Frank Herber, Vorsitzender der Versetaler Schützen, bei der Jahreshauptversammlung. Damit meinte er die Sanierung des Vereinsheims, in das die Schützen viel Zeit und Energie gesteckt hatten. Doch dann kam die Flut — und machte alles wieder zunichte.

Werdohl ‒ Nach Arbeitseinsätzen an 13 Wochenenden und vielen weiteren unter der Woche ist noch immer viel zu tun, an eine Eröffnung in diesem Jahr wohl nicht zu denken. Aus diesem Grund fand die Versammlung am Samstagabend in der ehemaligen Gaststätte Klute-Olbrich statt, dem Vereinslokal des TuS Versetal.

Gut einen halben Meter stand das Vereinsheim bei der Flutkatastrophe am 14. Juli unter Wasser. „Es musste alles raus“, erinnerte sich Herber, dass kaum etwas zu retten gewesen sei. Auch die neue Theke musste entsorgt werden. Glücklicherweise bekomme der Verein eine gewisse Summe von der Versicherung, die die Schützen wenig vorher noch angepasst hatten. „Wir sind gut dabei“, blickte Herber auf den Stand der Wiederaufbau-Arbeiten. Einen großen Dank richtete er an die vielen Spender. Gefunden werden konnte zum Beispiel ein Sponsor für 200 neue Stühle.

Um seinen Vereinskollegen einen Eindruck davon zu geben, wie stark das Heim getroffen war, bereitet der Vorsitzende eine Diaschau mit hunderten Bildern vor. Die soll bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Januar über einen Beamer gezeigt werden. Herber sei zuversichtlich, dass das Vereinsheim bis dann wieder nutzbar sei. Eine Eröffnung vor Januar halte er allerdings für unwahrscheinlich, sagte er. Denn noch stehe einiges an.

Beitragserhöhung geplant

Coronabedingt wurden die Vorstandsberichte bis auf wenige Ausnahmen aus der Tagesordnung gestrichen. Dass im Jahr 2020 bis auf Jahreshauptversammlung und Wurstrummel nichts stattfand, wurde auch im Kassenbericht von Kassenwart Michael Grünhagen deutlich.

Georg Tausch seit 70 Jahren Mitglied im Versetaler Schützenverein

Die Ehrung langjähriger Mitglieder waren in diesem Jahr bereits schriftlich erfolgt, sodass keine Urkundenübergabe während der Versammlung stattfand. Seit 70 Jahren Vereinsmitglied ist Georg Tausch, seit 60 Jahren Josef Heyn, seit 50 Jahren Karl-Heinz Thun und Klaus-Werner Röther. 40 Jahre im Versetaler Schützenverein sind Eckhard Wiegmann, Renate Olbrich, Frank Neumann, Lothar Döpper, Thomas Bachmann und Axel Fischer. Folgende Mitglieder halten dem Verein seit 25 Jahren die Treue: Friedhelm Hermes, Andre Koppetsch, Christian Crone, Hans-Rolf Fromm, Gudrun Rudewig, Dietmar Lenze, Brigitte Lenze, Monika Stens, Silke Wiederspahn-Hopmann, Manfred Bartke und Joachim Fichtner.

Die Jubiläen der Altkönigspaare: Carl und Ella Eckmann (70 Jahre), Willy Klauke und Adelheid Fischer (65 Jahre), Dr. Wilhelm Fischer und Grete Danehl (60 Jahre), Heinrich Schötzke und Elsbeth Turck (50 Jahre), Werner und Magdalene Czech (40 Jahre), Georg und Elsbeth Tenzer (30 Jahre), Ullrich und Silke Hopmann (25 Jahre), Fritz und Elisabeth Wolf (20 Jahre, Kaiserpaar) sowie Bastian und Anika Häring (10 Jahre).

Die Jubiläen der Jungkönigspaare: Günter Schröder und Gisela Hartmann (70 Jahre), Horst Schulz und Angelika Fischer (65 Jahre), Dieter Wolf und Edelgard Laser (60 Jahre), Bernhard Becker und Renate Schötzke (50 Jahre), Johannes Herbertz und Johanna Nitze (40 Jahre), Mike Schröder und Petra Nodes (30 Jahre), Christian Wagner und Tanja Schlieder (25 Jahre), Patrick Gering und Christina Henkes (20 Jahre) sowie Tim Fleischer und Linda Zoltek (10 Jahre).

Der aktuell 309 Mitglieder starke Schützenverein plant eine Beitragserhöhung. Vorsitzender Herber nannte „immer weniger Mitglieder und viele Verpflichtungen“ als Gründe. Zudem habe es eine solche Anpassung seit weit mehr als zehn Jahren nicht gegeben. Steigen sollen die Beiträge für Schützen und Erstmitglieder im Verein auf 32 Euro, für Familienangehörige auf 16 Euro und für Kinder auf 8 Euro. Über den Antrag wird bei der nächsten Hauptversammlung abgestimmt.

Auszeichnung für Elsbeth Turck

Für Samstag, 20. November, ist der Winterzauber auf dem Schützenplatz Altenmühle geplant. „Das ist die erste Veranstaltung, die wir seit langem machen können“, erklärte Bastian Häring, 2. Vorsitzender. Stattfinden wird das Event wie gewohnt in enger Zusammenarbeit der Versetaler Vereine, diesmal aber in abgespeckter Form. Auch wenn es sich um eine Außenveranstaltung handelt, soll die 3G-Regel gelten: Reingelassen werden also nur Geimpfte, Genesene und Getestete.

Mit Stefan Tremmel (Stellvertretender Bundesoberst), Wolfram Schmitz (Bundesgeschäftsführer) und Manfred Skowronski (Stellvertretender Kreisoberst) konnten die Versetaler am Samstag hohen Besuch begrüßen, und das hatte einen Grund: Tremmel und seine Begleiter ehrten im Namen des Sauerländer Schützenbunds (SSB) Elsbeth Turck. Vor 50 Jahren hatte sie an der Seite des damaligen Bundesschützenkönigs im Sauerländer Schützenbund, Heinrich Schötzke, gestanden. Der hatte sich 1971 beim Schießen in Menden gegen größte Konkurrenz aus dem ganzen Sauerland durchsetzen können.

Die Wahlen gingen schnell über die Bühne. Bastian Häring (2. Vorsitzender), Franziska Schauerte (2. Geschäftsführerin), Jonas Blöink (1. Fahnenoffizier) und Angelika Herber (1. Heimwartin) wurden allesamt für drei Jahre wiedergewählt. Blöink wird zusätzlich die nächsten zwei Jahre als 2. Heimwart agieren, Jürgen Kaempf drei Jahre als 3. Schießmeister.

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