Arbeiter schwer, aber wohl nicht lebensgefährlich verletzt

Schwerer Arbeitsunfall im Kraftwerk Elverlingsen

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Die Freiwillige Feuerwehr Werdohl war nach dem Arbeitsunfall im Kraftwerk Elverlingsen mit etwa zwölf Einsatzkräften vor Ort, um bei der Versorgung des schwerverletzten Mannes zu helfen.

Werdohl - [Update 16.30 Uhr] Bei einem Arbeitsunfall im Werdohler Kraftwerk des Energieversorgers Mark-E ist am Montagmorgen ein 30-jähriger Mann aus Kaiserslautern schwer verletzt worden. Er ist im Kraftwerk von einem Gerüst etwa elf Meter in die Tiefe gestürzt.

Der Mann sei im Auftrag von Mark-E für ein Fremdunternehmen damit beschäftigt gewesen, den alten Steinkohle-Block E3 des Kraftwerks in Elverlingsen abzubauen, den das Unternehmen vor drei Jahren stillgelegt hat, teilte Mark-E-Pressesprecher Andreas Köster auf Nachfrage mit. Dabei sei er gegen 8.15 Uhr von einem Gerüst etwa elf Meter in die Tiefe gefallen.

Nach ersten Angaben der Polizei erlitt der Mann bei dem Sturz schwerste, lebensbedrohliche Verletzungen. Er sei deshalb mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen worden. Am frühen Nachmittag verbreitete Mark-E-Sprecher Köster dann die Nachricht, dass sich die Verletzungen „glücklicherweise nicht als so schwer erwiesen haben, wie zunächst befürchtet. Es ist den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen“.

Wohl keine Lebensgefahr

Die Rede war von mehreren Knochenbrüchen, Lebensgefahr bestand aber offenbar nicht oder zumindest nicht mehr. Die Polizei konnte diese Darstellung nicht bestätigen, dementierte sie aber auch nicht.

Der Schwerveretzte wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Bochum geflogen.

Der Verletzte war am Morgen zunächst vor Ort von Rettungssanitätern behandelt worden, die Unterstützung durch den Löschzug Stadtmitte der Werdohler Feuerwehr erhielten. Die Feuerwehr bereitete mit einem Dutzend Einsatzkräften auch die Landung des Rettungshubschraubers vor, der den Schwerverletzten gegen 9.45 Uhr dann ins Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil geflogen hat. Unter anderem hat die Feuerwehr den Notarzt vom Hubschrauberlandeplatz zum etwa 300 Meter entfernten Unfallort gefahren.

Arbeitsschutz und Kripo ermitteln

Das Dezernat für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Arnsberg habe ebenso wie die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen, um die näheren Umstände des Unfalls zu untersuchen, erklärte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei.

Benjamin Hahn, Pressesprecher der Bezirksregierung, bestätigte, dass seine Behörde die Ermittlungen aufgenommen habe, sagte aber nichts zu möglichen Erkenntnissen. „Wir sind gewissermaßen gutachterlich tätig und geben unsere Ergebnisse gegebenenfalls an Polizei und Staatsanwaltschaft weiter“, erklärte er.

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