In den schwangeren Bauch getreten: 24-jähriger Werdohler streitet Tat ab

Werdohl - Eine finstere und traurige Geschichte beschäftigt derzeit das Amtsgericht Altena: Im April 2016 soll ein heute 24-jähriger Werdohler seiner schwangeren Freundin in den Leib getreten und ihr dadurch mehrere Blutergüsse zugefügt haben.

„Das stimmt nicht. Sie will sich rächen“, behauptete der Angeklagte und schilderte die Ereignisse aus seiner Sicht: „Ich habe erfahren, dass sie vorher schon schwanger war – sie wollte mir das Kind unterjubeln.“

Diese Behauptung passte allerdings nicht zu seinen Zeitangaben, seit wann er mit der jungen Frau zusammen gewesen war. „Laut geworden“, sei er, und es „könnte sein“, dass er ihr auch eine Kurznachricht mit der Drohung „Ich bringe dich um!“ geschickt habe. 

„Ich bin ausgerastet, aber nicht handgreiflich geworden. Ich habe sie nicht angepackt, geschlagen oder getreten!“, versicherte er. 20 Tage verbrachte die junge Frau im Mai 2016 im Krankenhaus. Eigentlich hatte das Schöffengericht sie als erste Zeugin vernehmen wollen. 

Nur einen Tag vor der Verhandlung hatte sie allerdings mitgeteilt, dass sie nicht kommen würde. So beschäftigte sich das Gericht zunächst mit einem weiteren Vorkommnis: Am 16. Mai soll der 24-Jährige einen Zeugen derart misshandelt haben, dass dieser unter anderem zwei Schneidezähne verlor. 

Auch hier bestritt der Angeklagte die Vorwürfe und bezichtigte den Geschädigten seinerseits diverser Straftaten in Werdohl. Aufgrund des Fehlens der Hauptbelastungszeugin musste die Verhandlung unterbrochen werden. Eine erneute Ladung wird ihr nicht erspart bleiben.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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