Ein außergewöhnlicher Firmenneubau auf Rosmart

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Im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart baut das Lüdenscheider Unternehmen Schulte Elektrotechnik gerade eine neue Fabrik mit 5600 Quadratmetern Nutzfläche. Am Dienstag wurde dort Richtfest gefeiert, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2020 geplant.

Rosmart -  In nur etwas mehr als einem halben Jahr Bauzeit errichtet das Lüdenscheider Unternehmen Schulte Elektrotechnik im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart gerade eine neue Fabrik. Am Dienstag war Richtfest an der Katharinenstraße.

Firmengründer Siegfried Schulte gaben den anwesenden Handwerkern, Mitarbeitern und Gästen einen Überblick über das 8-Millionen-Euro-Projekt des Spezialisten für Schalter- und Steckdosen. Von einem 21.000 Quadratmeter großen Grundstück nutzt das Unternehmen etwa 4200 Quadratmeter für einen Neubau mit 5600 Quadratmetern Nutzfläche auf zwei Ebenen.

Etwa die Hälfte der Fläche wird als Lagerfläche genutzt; darüber hinaus werden am Standort Rosmart vor allem die Kunststoffspritzerei, aber auch die Kontaktteilefertigung und die Schaltermontage für Hochdruckreiniger des Weltmarktführers Kärcher angesiedelt.

30 Arbeitsplätze werden verlegt

Etwa 30 Arbeitsplätze würden in einem ersten Schritt aus dem Lüdenscheider Gewerbegebiet Kalve in den Neubau auf Rosmart verlegt, kündigte Geschäftsführer Steffen Waldminghaus an. Er rechnet damit, dass das Gebäude bis zum Jahresende bezugsfertig wird. „Wir können dann unsere Produktionspause über die Feiertage für den Umzug nutzen“, sagte er. Zum Beginn des Jahres 2020 könne dann schon am neuen Standort gearbeitet werden.

Auf gutes Gelingen: Firmengründer Siegfried Schulte (links) und Geschäftsführer Steffen Waldminghaus (rechts) stießen beim Richtfest auf den Neubau an.

Architekt Marc Teichert wies auf die bisher kurze Bauzeit hin. „Das erste Betonteil haben wir erst am 26. Mai aufgestellt, drei Monate später feiern wir schon Richtfest“, rechnete er vor.

Ärger mit dem Bauamt

Doch so schnell die Fabrikhalle in Betonskelettbauweise und schwarzen Isopanel-Verkleidung in den vergangenen Wochen auch in die Höhe gewachsen ist, vor dem ersten Spatenstich war das Bauprojekt ins Stocken geraten. Das zuständige Bauamt der Stadt Altena hatte das zehn Meter Gebäude zunächst nicht genehmigen wollen, weil es die zulässige Höhe um zwei Meter überschritt. „Die notwendige Änderung des Bebauungsplans hat uns vier Monate gekostet“, blickte Teichert zurück.

Nahezu energieautarke Fabrik

Doch seitdem geht der Blick bei Schulte Elektrotechnik nach vorne. Auf Rosmart entstehe eine nahezu energieautarke Fabrik, verkündete Firmengründer Schulte stolz. Die benötigte Energie werde durch Wärmerückgewinnung und Fotovoltaik gewonnen. „Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage mit 110 Kilowatt peak errichtet“, kündigte Architekt Teichert an. Damit können jährlich zwischen 88.000 und 110.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Der Gebäudestandard entspreche dem eines KfW-Effizienzhauses, benötige also 45 Prozent weniger Primärenergie im Jahr als ein vergleichbarer Neubau.

Kein Wunder, dass Seniorchef Siegfried Schulte beim Richtfest von einem „außergewöhnlichen Firmenneubau“ sprach.

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