„Schulstreit“ soll vermieden werden

WERDOHL ▪ Für Unverständnis sorgte bei den Vertretern von SPD, WBG und FDP in der Ratssitzung am Montag ein Antrag der CDU. Die Unionspolitiker wollten die Investitionen für Decken-, Leuchten- und Fußbodenerneuerung in der Gesamtschule mit einem Sperrvermerk belegen.

So lange nicht klar sei, wie das Gebäude der Hauptschule nach 2017 weiter genutzt werde, solle auf die Investitionen verzichtet werden. Dirk Middendorf (CDU) machte deutlich, dass das Geld vielleicht besser an einem anderen Schulgebäude eingesetzt werden könne. Cornelius Böttcher (SPD) wies darauf hin, dass die beschlossene Schließung der Hauptschule und die geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Gesamtschule für ihn in keinem Zusammenhang stünden. Das befand auch der Fraktionsvorsitzende der WBG, Willibald Mertens. Mit den Stimmen von SPD, WBG und FDP wurde der Antrag abgelehnt. In der nächsten Woche hat Bürgermeister Siegfried Griebsch zu einem interfraktionellen Gespräch eingeladen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wollen die Lokalpolitiker dann erste Vorschläge zur möglichen Nachnutzung des Hauptschulgebäudes beraten. Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass ein Streit um die zukünftige Unterbringung der Schulen vermieden werden solle.

Neben dem Beschluss, bereits angemeldete so genannte „gefährliche Hunde“ (Bestandshunde) statt mit 500 Euro lediglich mit 300 Euro zu besteuern, einigten sich die Lokalpolitiker darauf, beim Brandschutz zu sparen. Einstimmig beschlossen sie das Haushalts-Budget im Bereich Brandschutz-- und Bevölkerungsschutz im investiven Bereich um zehn Prozent zu reduzieren.

Bezüglich des von SPD und FDP formulierten Antrages, einen Abfallsauger anzuschaffen, einigten sich die Ratsmitglieder darauf, sich ein solches Gerät von der Herstellerfirma in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt- und Stadtentwicklung präsentieren zu lassen. Geht es nach den Wünschen der Lokalpolitiker, dann sollen die Bauhofmitarbeiter einen solchen Sauger vor der Anschaffung testen. Cornelius Böttcher: „Die Mitarbeiter müssen schließlich damit arbeiten.

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