36 schaffen das Abitur an der Gesamtschule

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Schulleiter Reinhardt Schulte übergab die Zeugnisse.

Werdohl - Zum 18. Mal hat die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) am Freitag Abiturzeugnisse verteilt. Erhalten haben sie diesmal 36 Absolventen des 13. Schuljahrs. Schulleiter Reinhard Schulte nutzte die Gelegenheit, für seine Schule und die Schulform zu werben.

Schulte machte den jungen Menschen, für die die Schulzeit nun zu Ende ist, Mut für die weiteren Schritte: „Die Welt kommt auf Euch zu oder Ihr könnt sie gestalten“, nannte er die Alternativen und fügte einen Rat an: Nehmt Euer Herz in die Hand und kämpft für das Leben, das Ihr leben wollt“, sagte er. Er rief sie dazu auf, sich denen entgegenzustellen, die Lügen erzählen, mit einfachen Problemen komplexe Probleme lösen oder ihnen Feindbilder einimpfen wollten. Das Rüstzeug für ein erfolgreiches und erfülltes Leben hätten sie hoffentlich an der AEG erhalten.

Nicht jeder Mensch müsse Abitur haben, um ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein, betonte Schulte. Wer die Reifeprüfung jedoch für wichtig halte, solle auch die Möglichkeit bekommen, sie zu erlangen. „Dass sich dieser Traum verwirklichen lässt, dafür stehen die Gesamtschulen in besonderer Weise“, brach der Schulleiter eine Lanze für diese Schulform.

Im Namen der Stadt Werdohl gratulierte Bürgermeisterin Silvia Voßloh den 36 Abiturienten. Dabei sinnierte sie darüber, was es mit dem viel zitierten Ernst des Lebens auf sich habe. „Es kann manchmal auch richtig sein, etwas langsam anzugehen, anstatt überstürzt zu handeln“, lautete ihr Ratschlag. Wer nach dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“ handele, könne aus dem Ernst des Lebens eine Freude des Lebens machen.

Die Klassenlehrerinnen Monique Reichmann-Fischer, Herlinda Salgado und Nicola Schmidt gaben ihren scheidenden Schützlingen mit auf den Weg, was sie für wichtige Kompetenzen in der modernen Welt halten: Strategien zu kennen, wie man sich selbst Wissen aneignet, und Wichtiges von Unwichtigen zu unterscheiden. Unter den 36 jungen Leuten die schließlich ihre Abiturzeugnisse erhielten, und nach Ansicht von Schulleiter Schulte „ob mit oder ohne Eins vor dem Komma stolz auf ihre Leistungen sein“ konnten, waren dann noch vier, die besonders hervorgehoben wurden.

Niklas Wesemann war mit dem Notendurchschnitt von 1,6 Jahrgangsbester. Aniko Sina Metzler wurde für ihr soziales Engagement sowie für ihren Einsatz als Sporthelferin und Musikerin ausgezeichnet. Paraskevi-Nektaria Gaki und Damla Kitapci dankte der Schulleiter für ihre Organisationsarbeit. Sie hatten zuvor im Namen der Abiturienta optimistisch gesagt: „Wir werden ihn finden, diesen einen Weg, der nur für uns bestimmt ist!“

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