Neuer Gesamtschulleiter setzt auf das „Wir-Gefühl“

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Schulleiter Reinhard Schulte wünscht sich, dass Lehrer, Schüler, Eltern und Betreuungskräfte an einem Strang ziehen.

Werdohl - Seine Entscheidung, sich als Schulleiter der Albert-Einstein-Gesamtschule beworben zu haben, begrüße er jeden Tag aufs Neue, sagt Reinhard Schulte. Anfang Mai hatte der 55-Jährige seine Arbeit in Werdohl aufgenommen. Jetzt liegt sein Fokus auf der Entwicklung eines veränderten Schul-Leitbildes.

Daran arbeitet der gebürtige Gelsenkirchener, der inzwischen in Dortmund lebt, allerdings nicht allein. Reinhard Schulte ist es ausgesprochen wichtig, alle Menschen im Schulumfeld einzubeziehen: Lehrer und Schüler, Eltern und Betreuungskräfte. „Ich baue auch auf die Kompetenz der Kollegen“, sagt der Schulleiter, der dankbar ist, dass ihn sein „offenes Kollegium sehr positiv aufgenommen hat“.

Unter der Leitung seines Vorgänger Heinz Rohe habe sich die AEG zu einem sehr gut aufgestellten Schulsystem entwickelt. „Ich habe hier ein sehr lebendiges Schulleben vorgefunden. Davor habe ich sehr großen Respekt“, erklärt der 55-Jährige.

Schule an die verändernden Bedingungen anpassen

Er sehe seine Aufgabe nun vor allem darin, die Schule und deren Leitbild an die sich verändernden Bedingungen anzupassen. „Wir müssen uns zum Beispiel intensiv mit der Frage beschäftigen, wie wir uns auf Unterrichtsstörungen einstellen können“, sagt Schulte. Er stellt fest: „Denn auch die Schülerschaft verändert sich.“ Deshalb habe er sein Kollegium dazu ermuntert, Fortbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich unbedingt zu nutzen.

Viele Schüler seien sehr hilfsbereit und engagiert

Reinhard Schulte ist gelernter Sonderpädagoge. Er sieht die Gesamtschule, an der mehr als 800 Schüler – darunter 17 Inklusionsschüler – unterrichtet werden, in Bezug auf die individuelle Förderung der Jugendlichen gut aufgestellt: „Wir machen uns sehr große Gedanken – um jeden einzelnen Schüler.“ Natürlich gebe es auch an der AEG die üblichen Probleme innerhalb der Schülerschaft. „Aber ich habe das Gefühl, dass diese teilweise ein Stück weit überbewertet werden“, sagt der 55-Jährige. Zumal er festgestellt habe, dass viele Schüler sehr hilfsbereit und engagiert seien. „Gerade in der Oberstufe“, fügt Schulte hinzu.

Rege und aktive Schülervertreter

Als sehr rege und aktiv bezeichnet er auch die Schülervertreter, denen er ebenfalls angeboten habe, Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Das Miteinander und die Teamstrukturen will der Schulleiter auch in seinem Kollegium fördern. Momentan seien inklusive der Vertretungslehrer 66 Lehrkräfte an der Schule tätig. „Darunter sind auch viele junge Lehrer“, erzählt Schulte. Diese könnten, bei einem regelmäßigen Austausch, von den Erfahrungen der älteren profitieren. - von Carla Witt

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