Schullandschaft: Stadt lässt Ideen prüfen

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Bürgermeisterin Voßloh: „Diese Schwebe macht uns gerade unglücklich.“

Werdohl - Informationshäppchen in Sachen zukünftiger Schullandschaft gab es am Montagabend am Rande der Hauptausschusssitzung: Politiker und Stadt scheinen sich auf eine gemeinsame Lösung geeinigt zu haben, deren Prüfung durch eine oder mehrere Behörden aber wohl noch ausstehen.

Konkreteres war am Montag in öffentlicher Sitzung und auch später auf Nachfrage nicht zu erfahren. Unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen und Anfragen“ verlas SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Jansen eine Anfrage. Die SPD-Fraktion habe sich mit den Berichten und Leserbriefen in dieser Zeitung zum Thema Schulentwicklung beschäftigt. 

Jansen: „Inhaltlich möchte ich diese Dinge ausdrücklich nicht bewerten und diskutieren.“ Die Nöte und Ängste der betroffenen Eltern lägen der SPD sehr am Herzen. Und wörtlich: „Können wir diesen Eltern nicht auf jeden Fall sagen, dass eine spätere Entscheidung des Arbeitskreises Schule keinerlei Nachteile für die Kinder hat?“ 

Warten auf Stellungnahmen

Rat und Verwaltung warteten noch auf „Prüfungen und Stellungnahmen der beteiligten Behörden aus Arnsberg und Düsseldorf.“ Und weiter: „Die neu anzumeldenden Kinder im nächsten Jahr an der Gesamt- und der Realschule können doch auf jeden Fall den Abschluss an der gewählten Schule machen.“ 

Dies könne die Verwaltung doch sicherlich zur Beruhigung der Eltern bestätigen, fragte Jansen nach. „Nein“, lautete die Antwort von Fachbereichsleiter Michael Grabs. Das gesamte Thema sei abhängig von noch zu treffenden Entscheidungen des Rates. Niemand wolle eine Schule schließen, aber dennoch könne die Verwaltung den Eltern jetzt nicht garantieren, dass die anzumeldenden Kinder ihren Abschluss an der Schule ihrer Wahl machen könnten. 

„Wir wissen alle, was wir uns wünschen"

CDU-Sprecher Stefan Ohrmann sagte: „Das Heft des Handelns liegt im Augenblick nicht bei uns.“ Die Entscheidung werde kommen: „Wir haben alles vorbereitet, wir sind nicht untätig, wir haben alles auf den Weg gebracht.“ Sprecher von WBG und FDP stimmten dem zu. 

Bürgermeisterin Silvia Voßloh sagte dazu: „Wir wissen alle, was wir uns wünschen. Es ist das Positivste, was wir uns für Werdohl vorstellen können.“ Alles sei auf den Weg gegeben, aber man müsse jetzt auf die Rückmeldungen warten.

Voßloh sagte nicht, auf welche Institution die Stadt warte: „Man beschäftigt sich dort intensiv mit unseren Vorschlägen, das braucht etwas Zeit.“ Und abschließend: „Diese Schwebe macht uns gerade unglücklich.“

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