Schuldebatte: FDP greift die evangelische Kirche an

Die Zukunft der evangelischen Grundschule beschäftigt eine Vielzahl von Eltern. Einige davon hatten sich aus diesem Grund Montag zum Rathaus aufgemacht, um die Ratssitzung zu verfolgen.

WERDOHL ▪ Bis Ende Februar wird nicht-öffentlich ein Arbeitskreis tagen, der sich mit der Rückführung der evangelischen Grundschule in die Stadtmitte beschäftigt. Dieser Arbeitskreis ist Montag im Rat auf Antrag von CDU und WBG bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen ins Leben gerufen worden.

 In diesem Arbeitskreis werden sitzen: Die Schulausschussmitglieder der Fraktionen, der Berater Froessler von der Urbano Innovationsagentur, der Woge-Geschäftsführer Wöste, die kommissarische Schulleiterin und die zukünftige Schulleiterin der evangelischen Schule, die Leiterin der katholischen Schule, der kommissarische Leiter der Pestalozzischule, Vertreter der Verwaltung, Bürgermeister Griebsch, insgesamt acht Elternvertreter aller vier Grundschul-Standorte sowie ein Vertreter des türkischen Elternvereins und ein Vertreter des Presbyteriums.

Dieser Arbeitskreis wird in möglicherweise mehreren Sitzungen beraten und dem Schulausschuss eine Empfehlung geben, der am 5. April öffentlich tagen wird.

Der Wunsch der evangelischen Kirche und der Schule auf einen Umzug zurück in die Stadt wird bekanntlich von CDU und WBG unterstützt. In seiner Haushaltsrede ging Friedhelm Hermes von der FDP mit besonders scharfen Worten dagegen an. Er sagte: „Ich denke, die evangelische Kirche und nicht belehrbare Lobbyisten kochen hier ein nicht genießbares und unappetitliches Süppchen.“ Es handele sich bei dem Ansinnen um einen „Etikettenschwindel“, wenn die evangelische Kirche vorgebe, dass christliche Werte nur in der Stadtmitte gelebt und gelehrt werden könnten. Hermes: „Gott ist doch überall.“

CDU-Ratsherr Plaßmann nannte den Umgang der FDP mit den Eltern „arrogant“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Böttcher erwartet nach den Erfahrungen von zwei Bildungskonferenzen von diesem Arbeitskreis „nichts“, sagte er.

Volker Heyn

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