Schützenverein Werdohl: Kaum Interesse am Schießen

Schützen-Vorsitzender Andreas Schreiber gratulierte Maik Reiche (links) zum Abschuss des Probevogels.

WERDOHL ▪ Eine komplette Stunde machte der Probevogel auf dem Schießplatz hinter dem Festzelt keine Anstalten sich auch nur schief zu legen. Doch nach 75 Minuten ging es ihm schließlich doch noch an den Kragen.

Von Michael Koll

42 Aspiranten traten ein ums andere Mal an eines der beiden Gewehre und versuchten, dem hölzernen Federvieh zu Leibe zu rücken. Doch der grinste scheinbar mit dem Schalk im Nacken nur auf das Schützenvolk hinunter, so wie die Sonne, nachdem es am früheren Nachmittag noch ordentlich geschüttet hatte. Das zahlenmäßig nicht sehr zahlreich erschienene Schützenvolk blieb übrigens komplett unter sich. Die Werdohler Bevölkerung blieb dem Probevogel-Schießen von vorn herein ganz fern.

Bilder vom großen Festumzug

Großer Festumzug durch die Innenstadt

Jedes Mal, wenn vom Probevogel ein Stückchen Holz absplitterte gab es anerkennenden Applaus für den Schützen. Der Vogel selbst hielt sich aber tapfer im Vogelfang, der Dauerbeschuss schien ihm gar nichts anhaben zu können.

Bilder von der Zeltparty

Schützen feiern am Samstagabend

Sage und schreibe 213 Schuss waren notwendig, um dem zähen Aar den Garaus zu machen. Maik Reiche, Sohn des Geschäftsführers der Schützen, hatte richtig gezielt. Die Freude sowie die Erleichterung standen ihm deutlich ins Gesicht geschrieben, als sein Vater und zahlreiche weitere Schützen ihm zum Abschuss des Vogels gratulierten.

Bilder vom Vogelschießen

Maik Reiche holt Probevogel

Maik Reiche entstammt der 4. Kompanie. Seine Kompanie-Kollegen feierten ihn ganz besonders. Die Mitglieder der 3. Kompanie blieben dem Probevogelschießen komplett fern. Sie konzentrieren sich offenbar vollkommen auf das große Königsschießen am heutigen Vormittag, wo es für sie darum geht, den künftigen Werdohler Regenten zu stellen.

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