„Schützenfest ist wie Weihnachten“

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Die Stimmung war ausgelassen. Es wurde auf den Tischen getanzt. ▪

WERDOHL ▪ Ein Paket mit Glitzerschleife wollten die Werdohler Schützen ihren Gästen bescheren. „Schützenfest, das ist wie Weihnachten. Das Kribbeln im Bauch, die hektischen Vorbereitungen und eine gewisse Vorfreude, die jeder zu spüren scheint“, erklärte Oberst Andreas Schreiber im Rahmen seiner Rede, die er am Samstagabend beim Kommers hielt. Gut gefüllt war das Zelt bereits vor dem Beginn der Party mit den Sauerland Schurken. Gänsehautstimmung herrschte beim Einmarsch der Fackelträger.

„Die Menschen sehnen sich wieder nach Ruhe und Beständigkeit im Leben. Heimat und Tradition spielen wieder eine große Rolle“, erklärte Bürgermeister Siegfried Griebsch in seiner Rede. Der Schützenverein verkörpere gerade diese Wünsche. Weiter betonte er, dass die positive Stimmung, die im Festzelt herrsche, auch nach dem Fest nach außen getragen werden müsse.

Momentan gäbe es eine Menge positiver Nachrichten. Der Stadtumbauprozess beginne nun spürbar. Man könne ihn hören und sehen. Und auch aus der Wirtschaft höre man viel Positives. „Fischer und Vossloh haben gerade investiert und damit ein klares Bekenntnis zum Standort gegeben. „Die finanzielle Lage der Stadt ist desolat, aber nicht die Stimmung der Bürger zu ihrer Stadt“, freute sich Griebsch und appellierte an die Anwesenden: „Lassen sie uns die Aufbruchstimmung nutzen, um die Stadt voran zu bringen.“ Denn das Image einer Stadt käme stets von Innen und dies müsse man sich erarbeiten.

Ebenfalls nach vorn blicken die Schützen. „Auch wir hören viel Positives. Ich denke unsere Stadt, genau wie unser Verein, wandeln sich zum besseren“, erklärte Schreiber. Dies sei besonders am Bahnhof zu sehen. Auch im Schützenverein sei ein Wandel zu spüren. Dieser habe bereits vor einigen Jahren mit dem Verkauf des Schützenhofes begonnen. „Das war deutlich, aber für ein Fortbestehen wichtig und richtig.“

Nach den Reden und den Ehrungen der Königsjubilare zogen die Fackelträger in das Zelt. Unmittelbar wurde es still und eine feierliche Atmosphäre erfüllte den Raum. Wo zuvor noch geredet, gelacht und getrunken wurde, war es nun andächtig still. Bis zur Nationalhymne. Aus vollem Herzen sangen mehr als 1000 Menschen „Einigkeit und Recht und Freiheit“.

Kaum war der offizielle Teil beendet betraten die Sauerland Schurken die Bühne. Im Nu füllte sich die Tanzfläche. Alternativ wichen etliche auf Tische und Bänke aus. Die Bedienungen kamen mit den Getränkebestellungen kaum hinterher. Bis in den Morgen feierten die Schützen.

Lydia Machelett

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