Schützenfest endet mit einem Plus

Zur Meckersitzung traf sich der erweiterte Werdohler Schützen-Vorstand.

WERDOHL ▪ Kontrovers wurde auf der zweistündigen Meckersitzung des Werdohler Schützenvereins am Donnerstagabend im Restaurant Vier Jahreszeiten die Kleiderordnung beim Schützenfest diskutiert: Marschieren im Umzug mit oder ohne Jacke? Ein Mitglied der 23 Anwesenden zog schließlich das Fazit: „Wir haben doch unsere Uniformen extra für das Schützenfest. Dann ziehen wir sie auch an, egal ob es 25 Grad hat oder regnet.“

Die auch an diesem Abend erfolgte Abrechnung des Schützenfestes stimmte den Vorsitzenden Andreas Schreiber froh: „Es ist toll, dass wir trotz des viel zu warmen Wetters dieses Mal etwas übrig behalten haben.“ Der Freitag sei schlecht gelaufen, der Montag dafür besonders gut. Deutlich mehr Wasser und entsprechend weniger Bier sei insgesamt getrunken worden. Insbesondere lobte Schreiber die „alten Leute und die Musiker der DJK Westfalia, die beim Seniorennachmittag sehr tapfer waren“.

Beim Zeltfest sei die Band SAM eine Bereicherung gewesen; „die haben alles gegeben.“ Und: „Die Entscheidung, das Probevogel-Schießen parallel zum WM-Spiel der deutschen Mannschaft stattfinden zu lassen, war richtig.“ Auch der Umzug habe reibungslos geklappt, wobei die Verteilung der Musik besser als im Vorjahr funktioniert habe.

Kritisch bewerte Schreiber das Königsschießen am Montag. Es habe insgesamt und besonders bei den beiden Flügeln zu lange gedauert. Schießwart Udo Müller regte deshalb an, das Schießen wieder eine halbe Stunde früher – also um 9.30 Uhr – zu starten. So sei dann gewiss auch gewährleistet, dass der neue Regent um 12 Uhr feststehe.

Nicht so gut, so Schreiber, sei es gewesen, dass die Schausteller auf dem Kirmesplatz bereits vor dem Feuerwerk abgebaut hätten. „Die Leute an den Essensständen bekamen die Abgase der Lastwagen mit.“ Mitverantwortlich für den vorzeitigen Abbau seien wohl der einsetzende Platzregen und der schlechte Besuch des Rummels gewesen. Zudem sei vertraglich nicht geregelt, wie lange die Schausteller ihre Attraktionen geöffnet haben müssten.

Die Dekoration der Cocktailbar im Zelt sei außerdem „zu spärlich“ gewesen, wurde bemängelt. Auch schien es, als habe die Bar einen Notausgang versperrt. Am Montagmorgen habe, so eine andere Wortmeldung, ein Anbieter für eine Tasse Kaffee gefehlt. Die Ausweisung des Fluchtweges sei – so die Aufklärung – nur irrtümlich hinter den Getränke-Mixern angebracht worden. Die Mikrofondurchsagen im Zelt, so eine weitere Kritik, seien nicht verständlich gewesen.

Beim Unterhaltungsprogramm konnte gespart werden. Die Formation Libero5, die wegen einer Autopanne nicht erschien, musste nicht bezahlt werden. Clausi Cowski habe dann einen zweiten Auftritt absolviert, ohne eine Extra-Gage zu verlangen.

„Die Planungen für das 181. Schützenfest“, so schloss Schützenoberst Schreiber seine Rückschau, „laufen bereits auf Hochtouren.“

Michael Koll

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