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Schützenfest 2022: WSV-Vorstand hat sich entschieden

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Von: Volker Griese

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So ausgelassen feiern wie am Schützenfest-Montag 2019 können die Werdohler Schützen voraussichtlich erst 2023 wieder. Auch in diesem Jahr wird es kein Schützenfest geben.
So ausgelassen feiern wie am Schützenfest-Montag 2019 können die Werdohler Schützen voraussichtlich erst 2023 wieder. Auch in diesem Jahr wird es kein Schützenfest geben. © Volker Griese

Vor zweieinhalb Jahren hat der Werdohler Schützenverein (WSV) sein letztes Schützenfest gefeiert. 2020 und 2021 hat die Coronapandemie diese Traditionsveranstaltung verhindert. Jetzt hat der Vorstand entschieden, wie in diesem Jahr verfahren werden soll.

Werdohl ‒ Der Werdohler Schützenverein wird auch im dritten Jahr der Coronapandemie kein Schützenfest feiern. Das habe der Vorstand in einer Sitzung in dieser Woche entschieden, sagte Oberst Andreas Schreiber am Freitag auf Nachfrage. Gefeiert werden solle aber dennoch, ergänzte er.

„Wir haben darüber abgestimmt und mehrheitlich – nicht einstimmig – entschieden, in diesem Jahr noch kein Schützenfest wieder zu feiern“, berichtete Schreiber. Der Mehrheit der Vorstandsmitglieder sei das finanzielle Risiko eines solch großen Festes noch zu groß, gab der Oberst zu verstehen. „Die Kosten steigen, aber auf der Einnahmeseite gibt es für uns noch zu viele Unsicherheiten“, erläuterte Schreiber die Bedenken. Sponsoren, deren Zahlungen in den vergangenen zwei Jahren aus guten Gründen ausgefallen seien, müssten erst wieder reaktiviert werden.

Und dann berge auch die Hotspot-Regelung für die Schützen ein Risiko: Damit sei eine volle Auslastung des Festzeltes nicht gewährleistet, müsse der WSV befürchten, beispielsweise nur 40 Prozent der Besucher hineinlassen zu dürfen, wenn der Märkische Kreis aufgrund gestiegener Infektionszahlen zum Hotspot-Gebiet erklärt werde.

Feiern wollen die Schützen aber trotzdem am angestammten Schützenfesttermin Anfang Juli. Für den 1. und 2. Juli werde jetzt eine zweitägige Open-Air-Veranstaltung geplant, sagte Schreiber. Die könne so aussehen, dass freitags abends eine Party mit moderner Musik und am Samstag ein ausgedehnter Frühschoppen mit traditioneller Blasmusik veranstaltet werde. Auch die Kirmes auf dem Festplatz an der Goethestraße solle stattfinden.

„Das ist aber erst einmal nur eine grobe Planung“, betonte Schreiber. Der Vorstand habe auch die Mitglieder aufgerufen, ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Erste Vorschläge erwarte er bereits in den jetzt anstehenden Kompanieversammlungen.

Kritikern, die monieren, dass der Vorstand zu spät in die Planung des Schützenfestes eingestiegen sei, hält Schreiber entgegen, dass die Pandemie-Entwicklung eine verlässliche Konzeptionierung in den vergangenen Wochen einfach noch nicht zugelassen habe. Jetzt sei der Zeitraum bis zum Schützenfesttermin einfach zu kurz, um beispielsweise noch Musikkapellen zu verpflichten, vor allem aber, um eine sichere Kalkulation aufzubauen.

Gleichwohl beschäftigt sich der WSV-Vorstand schon mit den Planungen für ein Schützenfest im Jahr 2023. „Die Planungen dafür laufen schon“, versicherte Schreiber. Dazu gehöre auch, Ideen zu entwickeln, wie der Verein Mehreinnahmen generieren können, um die gestiegenen Kosten zu decken. Auch zu Veränderungen am Festablauf würden Überlegungen angestellt, teilte der Oberst mit.

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