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Schützen wollen feiern: Große Party auf dem Brüninghaus-Platz geplant

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Von: Volker Griese

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Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal im Ludwig-Grimm-Park wird der zweite Tag der Veranstaltung eröffnet, die als Schützenfest-Ersatz dienen soll.
Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal im Ludwig-Grimm-Park wird der zweite Tag der Veranstaltung eröffnet, die als Schützenfest-Ersatz dienen soll. © Volker Griese

Ein Schützenfest wird es in Werdohl auch in diesem Jahr nicht gegeben. Aufs Feiern müssen die Werdohler Schützen und ihre Gäste aber trotzdem nicht ganz verzichten.

Werdohl – Der erweiterte Vorstand des Werdohler Schützenvereins (WSV) hatte sich bereits im März mehrheitlich dazu entschieden, das großes Fest im dritten Jahr hintereinander ausfallen zu lassen.

Das finanzielle Risiko sei einfach zu groß, hatte Oberst Andreas Schreiber im März erklärt, warum sich der Vorstand mehrheitlich zu einer Absage des für Anfang Juli geplanten Schützenfestes entschlossen hatte. Er hatte steigende Kosten und große Unsicherheiten auf der Einnahmenseite als Argumente für die Absage ins Feld geführt.

Sponsoren, die das Fest in den vergangenen Jahren finanziell unterstützt hätten, müssten erst reaktiviert werden. Zudem war im März noch nicht klar, ob die Zeltkapazität voll ausgeschöpft werden darf, oder ob es vielleicht eine Höchstgrenze für die Besucherzahl gegeben hätte.

Zumindest bei einem Teil der Mitglieder des WSV hatte die Vorstandsentscheidung Unverständnis und Verärgerung ausgelöst. Die Führungsmannschaft habe nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, das Schützenfest durchführen zu können, hieß es beispielsweise in der Frühjahrsversammlung der 4. Kompanie. Und auch in der WSV-Frühjahrsversammlung eine Woche später schlugen die Wogen der Diskussion noch einmal hoch. An der einmal getroffenen Entscheidung änderte das aber nichts mehr.

Immerhin hatte der Vorstand schon von Anfang an eine Ersatzveranstaltung in Aussicht gestellt, und die soll nun am 1. und 2. Juli auf dem Brüninghaus-Platz stattfinden. „Am Freitag, 1. Juli, steigt dort ab 18 Uhr die große Schützen-Party“, kündigte Oberst Andreas Schreiber am Wochenende an. Für die Musik werde dabei DJ License sorgen, der auch schon bei der Schneesturmparty des WSV am Riesei aufgelegt hatte oder durch Q-Stall-Party in Schalksmühle-Heedfeld bekannt sei.

Oberst Schreiber: „Es darf getanzt, gefeiert und mitgesungen werden – alles un-bedacht“, denn eine Veranstaltung unter freiem Himmel sei ein guter Schutz vor dem Coronavirus. Es gebe ausreichend Verpflegungsstände, versicherte Schreiber. Winzermeister Werner Görgen aus Platten an der Mosel werde zudem eine Alternative zum typischen Schützenfestgetränk Bier anbieten.

Am Samstag, 2. Juli, soll dann Schreiber zufolge ein zünftiger Blasmusik-Frühschoppen mit dem Musikzug des Versetaler Schützenvereins folgen. „Wir beginnen um 10 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal nebenan, auch Grußworte des Oberst und des Bürgermeisters sind vorgesehen“, beschrieb er den Ablauf.

Und im Rahmen des Frühschoppens soll auch die Ehrung der Jubiläumskönigspaare stattfinden, die in der nun schon dreijährigen Coronazeit nicht vorgenommen werden konnte. „Diese Ehrungen finden bis ungefähr 12 Uhr statt“, gab Schreiber einen Einblick in den Zeitplan. Der Frühschoppen werde gegen 15 Uhr ausklingen.

Als kleines Bonbon für seine Mitglieder führe der WSV auch noch eine Verlosung durch, kündigte Schreiber weiter an. Dazu sollten alle Mitglieder die blauen zusätzlichen Zweitkarten mitbringen, die im Frühjahr mit den Mitgliedsausweisen versandt worden seien. „Die werden ebenfalls gegen Ende des Frühschoppens ausschließlich aus den beim Fest am Freitag oder Samstag abgegebenen Karten gezogen“, erläuterte der Oberst, wie die Gewinner der Preise ermittelt werden sollen.

Der Eintritt zu dem zweitägigen Fest ist übrigens frei. Möglich werde das durch eine Förderung des Landes, erklärte Andreas Schreiber. Der WSV profitiere von einer Zuwendung aus dem Förderprogramm „Neustart Miteinander“. Damit sollen eingetragene Vereine finanziell unterstützt werden, um nach mehr als zwei Jahren Coronapandemie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen und mit neuem Leben zu erfüllen.

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