Schützen sind wieder handlungsfähig

Wilhelm Schönenberg bei seiner Vorstellung.

WERDOHL ▪ Wilhelm Schönenberg ist neuer zweiter Geschäftsführer der Werdohler Schützen. Bei der gestrigen Herbstversammlung im Restaurant Vier Jahreszeiten wurde der 75-Jährige mit 39 Ja-, 23 Neinstimmen und bei neun Enthaltungen für die verbleibende Amtszeit gewählt. Bis zur Frühjahrsversammlung 2011 garantiert nun Schönenberg die Handlungsfähigkeit des Werdohler Traditionsvereins. Von Michael Koll

„Ein Schützenfest 2011 rückt damit wieder in greifbare Nähe“, stellte Vorsitzender Andreas Schreiber erleichtert fest. Für den Freitagabend sei die Unterhaltungs-combo Sam bereits wieder gebucht. Ein Stargast stehe noch nicht fest, Gespräche liefen aber.

Der neue zweite Geschäftsführer ist seit 1997 Mitglied der 1. Kompanie. Zuvor lebte Schönenberg in Lüdenscheid. Der gelernte Krankenpfleger arbeitete ab 1970 – nach einer Hüftoperation – in der Verwaltung und hält sich deshalb für seinen neuen Posten geeignet. Unmittelbar vor der gestrigen Versammlung hatte Schönenberg den Vorsitzenden Schreiber über seine Kandidatur informiert.

Das neue Vorstandsmitglied trat jedoch gleich zweimal ins Fettnäpfchen. Zunächst erzeugte er Aufruhr, als er vorschlug den Zapfenstreich beim Schützenfest erst anderthalb Stunden später stattfinden zu lassen. Dadurch könnten die Besucher länger im Zelt gehalten werden.

Schließlich monierte Schönenberg: „Wir sind kein Schützenverein, sondern eine Schützenfamilie.“ Der ehemalige Vorsitzende und Oberst Günter Lohmann reagierte sehr erbost: „Ich fühle mich durch solch eine Zurechtweisung diffamiert.“

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