Herbstversammlung des Werdohler Schützenvereins

Diese neue Abteilung haben die Schützen neu gegründet

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Langjährige Mitglieder des Werdohler Schützenvereins wurden im Rahmen der Herbstversammlung ausgezeichnet. Andreas Otto (3. v. r.) ist dem Verein seit 60 Jahren treu. 

Werdohl – Die Gründung einer neuen Vereins-Abteilung, die Verlängerung des Vertrages mit der Brauerei sowie Irritationen um eine Taxi-Fahrt standen im Fokus der mehr als zweistündigen Herbstversammlung des Werdohler Schützenvereins (WSV). 82 Mitglieder waren dafür ins Restaurant Vier Jahreszeiten gekommen.

Zu Beginn des Abends ergriff der Vereinsvorsitzende Andreas Schreiber das Wort. Der Oberst lobte zunächst die gemeinsamen Fahrten zu auswärtigen Schützenfesten mit den Freunden des Versetaler Schützenvereins. Diese sparten Geld und stärkten den Zusammenhalt.

Mit dem Taxi nach Medebach

Einem WSV-Mitglied stieß aber auf, dass eine dreiköpfige Abordnung des Werdohler Vereins vorab zum Medebacher Schützenfest mit einem Taxi gefahren sei, um mit der heimischen Fahne am Gottesdienst teilzunehmen. Immerhin habe die Fahrt 140 Euro gekostet. Schreiber erläuterte, dass eine frühere Abfahrt mit dem Bus erstens teurer gewesen wäre – und zweitens dazu geführt hätte, dass weniger Schützen mitgefahren wären.

Der Schützen-Chef ging auch ausführlich auf das 189. Werdohler Schützenfest im Sommer ein. Der Freitag hätte unter dem Auftritt der Band Maraton gelitten. Diese hätte zu häufig, zu lange und an den falschen Stellen Pausen eingelegt. Auch die Band Up2Date, die samstags, aufspielte, hätte ihre Schwächen gehabt – und zwar gesanglicher Natur. Für Samstag, 4. Juli 2020, sei deshalb bereits eine neue Combo namens Mainstreet gebucht worden.

Schreiber bemängelte weiter Krach und Unruhe am Samstagabend im Festzelt – und zwar in der Zeit, als der Kommers und der Große Zapfenstreich die Aufmerksamkeit und Ruhe der Besucher erfordert hätten.

Am Sonntag dann habe „der Umzug den vielen Zuschauern ein tolles Bild geboten“. Anschließend sei der „Kindertanz super inszeniert“ gewesen. Das Schießen am Montag schließlich kommentierte Schreiber mit den Worten: „Besser kann man die Spannung nicht zu den Leuten bringen.“ Weiter bilanzierte er das vergangene Juli-Wochenende: „Mit einem tollen Feuerwerk ging ein schönes Fest zuende.“

WSV-Geschäftsführer Thomas Reiche verlas dann die Zahlen zum Schützenfest. Unter dem Strich blieb ein kleiner Überschuss für die Schützen-Kasse. Das wurde erfreut von den Anwesenden aufgenommen.

Dann gab Andreas Schreiber einen Ausblick: Für die Nachfolge-Veranstaltung zum Schneegestöber, die am 1. Februar 2020 erstmals als Schneesturm-Party über die Bühne gehen soll, versprach er „mehr Technik und mehr Action“.

Mehr gibt es auch von der Brauerei – und zwar mehr Gold, konkret etwa doppelt so viel wie bisher. Schreiber verriet, dass sich der Vorstand für einen neuen Vertrag ab 2020 drei Angebote eingeholt habe. Die Warsteiner-Brauerei habe weder ein Zelt noch einen Festwirt angeboten. Die Veltins-Brauerei habe ein Angebot vorgelegt, welches bei Betrachtung aller Punkte nur einem Wert von etwa 85 Prozent des Krombacher-Angebotes entsprochen hätte. Alle drei Brauereien hätten die branchen-übliche Laufzeit von zehn Jahren vorgegeben und alle Bier-Hersteller hätten dem Vorstand auferlegt, der Mitgliedschaft keine konkreten Zahlen zu nennen. Bei der folgenden Abstimmung votierten 79 WSV-Mitglieder für einen neuen Vertrag mit der Krombacher-Brauerei, einer dagegen, zwei enthielten sich.

WSV-Mitglied Lutz Hoffmann stellte schließlich den Antrag auf Gründung einer Darts-Abteilung im Werdohler Schützenverein. Die Abteilung sei inoffiziell bereits aktiv und umfasse derzeit 13 Mitglieder. Das Training findet jeweils montags in der Zeit von 18.30 bis 21 Uhr im Restaurant Vier Jahreszeiten statt. Langfristig sei die Teilnahme am Liga-Betrieb anvisiert, berichtete Lutz Hoffmann.

Sein Antrag wurde mit 69 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und sieben Enthaltungen von der Versammlung angenommen. Der bereits aktive Sprecher der neuen Abteilung, Fabian Hahn, soll während der Frühjahrsversammlung 2020 offiziell bestätigt werden.

Ober-Schütze Andreas Schreiber verkündete im Laufe des Abends dann auch noch einige gute Nachrichten für die Mitglieder des Werdohler Schützenvereins. So hatte auf dem Podium bereits Rüdiger Jadzewski Platz genommen. Er wurde vom WSV-Vorstand nach dem Rückzug von Detlef Heinz kommissarisch als 2. Geschäftsführer berufen. Ordentlich für drei Jahre gewählt werden wird er im Frühjahr des kommenden Jahres. Andreas Schreiber teilte den Anwesenden weiterhin mit: „Und dann haben wir wieder einen vollständigen Vorstand, denn auch unser 1. Geschäftsführer Thomas Reiche hat sich entschieden, doch noch einmal weiter zu machen.“ Das wurde mit ordentlich Applaus der anwesenden Schützen quittiert.

Red-Dot-Anlage auch für Minderjährige

Sehr rege ist der WSV-Vorstand indes in jüngster Zeit, wenn es gilt, bei Firmen Förderungen oder Sponsoring abzugreifen. Etliche Internet-Abstimmungen laden regelmäßig zur Teilnahme ein. Und da die WSV-Mitglieder sowie deren Freunde fleißig geklickt haben, hat es hier und dort auch zum Gewinn kleinerer oder größerer Summen ausgereicht, berichtete der Vorsitzende.

Die Folge ist, dass die Werdohler Schützen in nächster Zeit eine Red-Dot-Anlage anschaffen werden. Mit diesen Lasergewehren können auch Minderjährige an den Schießsport herangeführt werden, da es dafür keinerlei gesetzliche Altersbeschränkungen gibt.

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