Schülerpraktikum: Papier schreddern und Artikel schreiben

WERDOHL ▪ Ob Versicherungskauffrau, Automobilkauffrau oder Grundschullehrer: In diesem Jahr war fast jedes Berufsfeld in dem Praktikum des elften Jahrgangs der Albert-Einstein-Gesamtschule vertreten. 68 angehende Abiturienten nutzten die vergangenen beiden Wochen zur Berufswahlorientierung, und das nicht nur in Werdohl. Im gesamten Märkischen Kreis und unter anderem auch an der Uni Siegen und in Köln waren die Jugendlichen unterwegs. Von Dana Vogt

Bei der Suche nach den Praktikumsplätzen waren die Schüler selbst gefragt. Einzige Bedingung: Das Praktikum musste dem angestrebten Berufswunsch entsprechen. Ende vergangenen Jahres schrieben die Elftklässler eifrig Bewerbungen, bevor es jetzt losgehen konnte.

Besonders gefragt waren die Stellen an den Werdohler Grundschulen. So verschaffte sich Jonas Maringer in den vergangenen beiden Wochen einen ersten Eindruck über das Berufsfeld des Grundschullehrers auf der Königsburg. „Ich habe festgestellt, dass man als Leher viel Geduld braucht“, zieht er lachend eine erste Bilanz.

Aber dennoch ist der Praktikant von der Arbeit mit den Jungen und Mädchen begeistert. Ob Unterrichtsstunden vorbereiten, den Kindern während den Arbeitsphasen helfen oder die Kleinen im Sportunterricht beschäftigen: Jede dieser Aufgaben müsse sie in den zwei Wochen erledigen, erklärt Kira Vogt, ebenfalls Praktikantin an der Grundschule.

Aber auch Schreibtischarbeiten, wie Stempeln oder Schreddern standen bei einigen Praktikanten auf dem Programm. So zum Beispiel bei Melina Prochnow. Sie absolvierte ihr Praktikum in einem Versicherungsbüro der Provinzial.

Beim

Kundengespräch

Probeweise Preise auszurechnen mache ihr Spaß und wäre auf jeden Fall auch eine Erfahrung, die sie anderen Praktikumssuchenden empfehlen könne, sagt die 17-jährige Gesamtschülerin. Ebenso seien die Aufgaben einer Automobilkauffrau sehr interessant, berichtet Alice Herfel, Praktikantin bei BMW Kaltenbach. Sie war in vielen unterschiedlichen Bereichen beschäftigt und arbeitete dabei sehr viel mit dem Computer. Sie hatte aber auch die Möglichkeit, bei Kundengesprächen dabei zu sein. Den abwechslungsreichen Beruf der Automobilkauffrau würde sie definitiv auch denjenigen zum Schnuppern empfehlen, die ihr Praktikum im kommenden Schuljahr absolvieren.

Ob Fotografieren, Artikel formulieren oder bei Terminen dabei sein: Ich selbst absolvierte mein Praktikum in der Lokalredaktion des Süderländer Volksfreundes. Hier lernte ich die unterschiedlichen Aufgaben kennen und durfte selbst mitarbeiten. Besonders interessant war es, die Abläufe kennen zu lernen, von der morgendlichen Konferenz mit dem Redaktionsteam bis hin zur fertigen Zeitung am Abend.

Mit den Kindern

in der Zelle

Neben vielen Terminen – unter anderem in der Gastronomie, der Grundschule Kleinhammer und dem Seniorenzentrum in Werdohl –hatte ich auch die Möglichkeit, eine Ratssitzung zu besuchen. Neben diesem Bericht über das Praktikum meiner Mitschüler durfte ich auch dabei sein, als einige Kindergartenkinder jüngst die Werdohler Polizeiwache besuchten. Mit Kamera, Stift und Block hielt ich den Moment fest, als die Jungen und Mädchen mit Handschellen in die Zellen geführt wurden.

Das Schreiben der Artikel über die unterschiedlichsten Themen hat mich absolut be

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